Ukrainische Weine in Wiesbaden: Solidarität im Glas für Kamjanez-Podilskyj
Theo SchulteUkrainische Weine in Wiesbaden: Solidarität im Glas für Kamjanez-Podilskyj
Ein besonderer Weinstand in Wiesbaden bringt ukrainische Aromen nach Deutschland. Die Veranstaltung steht im Zeichen der zweijährigen Partnerschaft zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine als Zeichen der Solidarität geschlossen wurde. Sechs verschiedene Weine – von spritzigem Sekt bis zu kräftigen Rotweinen – werden von lokalen Ehrenamtlichen und ukrainischen Gästen ausgeschenkt.
Betrieben wird der Stand vom Verein Wiesbaden-Kamjanez-Podilskyj-Partnerschaft, unter der Leitung von Tatiana Pastuschok, Susanne Vögltler und Michael Linnemann. Pia Hermanns führt durch die Verkostungen und begleitet die Besucher durch eine Auswahl an Weinen aus Odessa, den Karpaten und der Schwarzmeerregion. Jede Flasche spiegelt die einzigartigen Rebsorten und vielfältigen Klimazonen der Ukraine wider.
Rund 125 Stunden haben die Freiwilligen in den Stand investiert und ihn zu einem Ort des kulturellen Austauschs gemacht. Im Angebot sind zwei Sekte, zwei Weißweine, ein Rosé und ein kräftiger Rotwein der Sorte Petit Boucher. Der gesamte Erlös fließt in Hilfslieferungen und Kulturprojekte nach Kamjanez-Podilskyj. 2026 wird die französische Partnerstadt Fondettes den Weinstand übernehmen. Die Aktion überbrückt über 1.600 Kilometer und verbindet Wiesbaden und Kamjanez-Podilskyj durch gemeinsame Traditionen und Unterstützung.
Der Weinstand bietet nicht nur einen Vorgeschmack auf die Ukraine, sondern festigt auch die Bindung zwischen den beiden Städten. Die eingenommenen Mittel kommen direkt Kamjanez-Podilskyj zugute – für humanitäre Hilfe und kulturelle Initiativen. Die Partnerschaft wächst weiter, mit künftigen Plänen, in die auch Fondettes 2026 eingebunden wird.






