09 May 2026, 12:05

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Elektrischer Mitsubishi Lancer EV auf einer nächtlichen Stadtstraße geparkt, umgeben von beleuchteten Schaufenstern und Schaufensterpuppen.

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Voltfang eröffnet Europas größte Fabrik für Second-Life-Batteriespeicher in Aachen

Das Unternehmen Voltfang hat in Aachen Europas größte Produktionsstätte für Energiespeicher aus gebrauchten E-Auto-Batterien in Betrieb genommen. Die Firma verarbeitet ausgediente Batterien aus Elektrofahrzeugen zu großskaligen Energiespeichersystemen. Die neue Anlage soll den wachsenden Bedarf Deutschlands an nachhaltigen Energielösungen decken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Fabrik ist in den ehemaligen Produktionshallen von Next.e.GO im TRIWO Technopark untergebracht. Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern kann sie jährlich bis zu 1 Gigawattstunde (GWh) Speicherkapazität produzieren – mit der Option zur Erweiterung. Bereits in diesem Jahr hat Voltfang seine Produktion von 5 Megawattstunden (MWh) im Jahr 2023 auf 20 MWh gesteigert.

Bis 2026 strebt das Unternehmen eine Speicherkapazität von 250 MWh an. Zudem wird sein Energiemanagementsystem Venma mit KI aufgerüstet, um die Effizienz zu steigern. Kürzlich sicherte sich Voltfang in einer Series-B-Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro zu, angeführt vom Investor Forward.One.

Deutschlands Bedarf an großskaligen Batteriespeichern steigt rasant. Das Fraunhofer-Institut prognostiziert, dass das Land bis 2030 Speicherkapazitäten von 100 GWh und bis 2045 von 180 GWh benötigen wird. Voltfangs Arbeit trägt dazu bei, eine unabhängige und widerstandsfähige Batterieindustrie in Europa aufzubauen.

Die neue Fabrik festigt Voltfangs Position im Markt für Second-Life-Batterien. Durch die Wiederverwertung alter E-Auto-Batterien bietet das Unternehmen nachhaltige Speicherlösungen für Industrie und Energienetze an. Die Expansion fällt in eine Phase, in der Europa seine Energieunabhängigkeit und -effizienz vorantreibt.

Quelle