Dormagen strebt RAL-Gütezeichen für mehr Attraktivität bei Unternehmen an
Theo SchulteDormagen strebt RAL-Gütezeichen für mehr Attraktivität bei Unternehmen an
Die Stadtverwaltung Dormagen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende 2026 will sie das renommierte RAL-Gütezeichen erwerben, um ihre Attraktivität für Unternehmen zu steigern. Die Auszeichnung bescheinigt effiziente und zuverlässige Verwaltungsdienstleistungen speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Der Beschluss folgt einer offiziellen Ankündigung aus dem Jahr 2025, in der Pläne zur Straffung von Abläufen und die Einführung verbindlicher Servicegarantien vorgestellt wurden.
Im Mittelpunkt der Initiative steht die formelle Verankerung bestehender Standards, die künftig strengen, unabhängig geprüften Kriterien genügen müssen. Unternehmen können dann mit festen Bearbeitungszeiten für Anfragen per Telefon oder E-Mail rechnen, mit schnelleren Genehmigungen für Bauvorhaben oder Schwertransporte sowie mit kürzeren Zahlungsfristen. Rechnungen von KMU sollen etwa innerhalb von 15 Tagen beglichen werden, Baugenehmigungen in maximal 40 Tagen erteilt werden.
Alana Voigt, Geschäftsführerin der Gütegemeinschaft für KMU-freundliche Kommunalverwaltungen, begleitet Dormagen durch das Zertifizierungsverfahren. Das Gütezeichen soll nicht nur bestehende Praktiken verbindlich festschreiben, sondern auch einen Rahmen für regelmäßige Überprüfungen schaffen. Damit will die Stadt einen Wettbewerbsvorteil erlangen, indem sie Neuansiedlungen durch Transparenz und Verlässlichkeit anzieht. Voraussetzung für die Zertifizierung ist der Beitritt zur Gütegemeinschaft, einer Organisation, die sich für unternehmensfreundliche Kommunalverwaltungen einsetzt. Bei Erfolg würde Dormagen zu einer der ersten Städte der Region mit dem RAL-Siegel gehören und damit ihr Engagement für die lokale Wirtschaft unterstreichen.
Das RAL-Gütezeichen würde Dormagens Ruf als unternehmensfreundlicher Standort weiter festigen. Ansässige Unternehmen profitieren von planbaren Bearbeitungszeiten bei Verwaltungsvorgängen und beschleunigten finanziellen Transaktionen. Die Zertifizierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein – nach einer gründlichen Prüfungs- und Umsetzungsphase.






