Zollkontrollen im Kreis Borken decken massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Charlotte KrügerZollkontrollen im Kreis Borken decken massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf
Neun Zollbeamte des Hauptzollamts Münster führten im Kreis Borken überraschende Kontrollen durch. Sie überprüften fünf Gastronomiebetriebe und ein Taxiunternehmen. Dabei deckten sie zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen auf.
In dem ersten kontrollierten Betrieb wurde ein 68-jähriger Mitarbeiter ohne gültige Aufenthaltserlaubnis entdeckt. In einem zweiten Restaurant fanden die Beamten einen Mann ohne legalen Aufenthaltsstatus, zwei nicht sozialversicherungspflichtig gemeldete Beschäftigte sowie einen Angestellten, der unter dem Mindestlohn bezahlt wurde.
In einem dritten Betrieb arbeiteten Mitarbeiter ohne ordnungsgemäße Anmeldung bei der Sozialversicherung. Zwei von ihnen führten zudem keinen Ausweis mit sich. Ein weiterer Beschäftigter verweigerte die Zusammenarbeit mit den Kontrollbeamten, woraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurde.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), bezeichnete die Anzahl der Verstöße als "erschreckend". Er betonte, wie wichtig solche Kontrollen seien, um Arbeits- und Aufenthaltsgesetze durchzusetzen.
Die Überprüfungen förderten schwerwiegende Unregelmäßigkeiten in mehreren Betrieben zutage. Die Zollbehörden haben nun Folgeverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet. Die Ergebnisse zeigen, wie groß die Herausforderungen bei der Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsvorschriften nach wie vor sind.






