18 March 2026, 14:03

Zoll beschlagnahmt 326 verschreibungspflichtige Tabletten am Düsseldorfer Flughafen

Ein Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikanern zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Zoll beschlagnahmt 326 verschreibungspflichtige Tabletten am Düsseldorfer Flughafen

Zollbeamte am Flughafen Düsseldorf haben einem 68-jährigen Reisenden aus der Türkei 326 verschreibungspflichtige Tabletten abgenommen. Der Mann, der angab, Arzt zu sein, erklärte, die Medikamente seien für ein Familienmitglied bestimmt.

Unter den beschlagnahmten Arzneimitteln befand sich auch Ritalin, ein in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegender Wirkstoff. Die Behörden haben inzwischen ein Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich, als der in der Türkei lebende Reisende bei einer routinemäßigen Kontrolle am Flughafen angehalten wurde. Die Beamten entdeckten die Tabletten – alle mit türkischen Aufdrucken – in seinem Besitz. Die beschlagnahmte Menge umfasste 120 Ritalin-Tabletten sowie weitere verschreibungspflichtige Medikamente.

Der Reisende behauptete, er sei Mediziner und habe die Arzneimittel für die persönliche Nutzung eines Angehörigen mitgeführt. Da alle beschlagnahmten Medikamente in Deutschland jedoch verschreibungspflichtig sind, zogen die Zollbeamten sie ein. Der Mann durfte seine Reise fortsetzen, musste die Tabletten jedoch zurücklassen.

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Mittlerweile laufen die Ermittlungen; im Anschluss sollen die beschlagnahmten Tabletten vernichtet werden. Öffentliche Statistiken geben keinen Aufschluss darüber, wie häufig Ärzte in Deutschland wegen unbefugten Transports von verschreibungspflichtigen Medikamenten oder Betäubungsmitteln strafrechtlich verfolgt werden.

Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung der deutschen Einfuhrbestimmungen für Arzneimittel. Die 326 Tabletten, darunter Ritalin, bleiben bis zum Abschluss der Ermittlungen beschlagnahmt. Dem Reisenden drohen nun mögliche rechtliche Konsequenzen nach deutschem Recht.

Quelle