Wuppertaler Mieter frieren wegen gescheiterter Tarifverhandlungen im ELBA Zukunftswerk
Mia AlbrechtWuppertaler Mieter frieren wegen gescheiterter Tarifverhandlungen im ELBA Zukunftswerk
Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk verbringen seit fast einer Woche ohne Heizung – Grund ist ein anhaltender Streit zwischen den beteiligten Parteien. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen der Betreiber des Gebäudes und die WSW, der städtische Versorger, der kürzlich die Fernwärmeversorgung abgestellt hat. Rechtliche Auseinandersetzungen und unbezahlte Rechnungen sorgen dafür, dass die Bewohner im Kalten sitzen, während die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind.
Der Streit dreht sich um einen langjährigen Dissens über die Preise für Fernwärme und ausstehende Zahlungen. Die WSW, Wuppertals kommunaler Energieversorger, stoppte die Lieferung nach Jahren ungelöster Spannungen. Das Landgericht Wuppertal hatte zuvor entschieden, dass die Methode der WSW, die Heizkosten an die Gaspreise zu koppeln, rechtswidrig sei – was die Sache zusätzlich verkompliziert.
Die Rechtsvertretung des ELBA argumentiert, dass die Abstellung der Heizung ein unverhältnismäßiger Eingriff sei, der die Rechte der Mieter verletze. Ein neuer Vertragsentwurf liegt auf dem Tisch, doch bisher hat keine Seite unterzeichnet. Solange keine Einigung erzielt wird, müssen die Mieter in ihren Arbeitsräumen mit eisigen Temperaturen zurechtkommen. Die WSW hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, sodass eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Die Lage bleibt ungelöst – eine schnelle Lösung für die Betroffenen ist nicht in Sicht.
Erst mit der Unterzeichnung eines neuen Vertrags wird die Heizung wieder eingeschaltet. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die grundsätzlichen Probleme bei der Preisgestaltung von Fernwärme und der rechtlichen Verantwortung. Bis auf Weiteres bleibt den Mietern im ELBA Zukunftswerk nichts anderes übrig, als auf den Fortgang der Tarifverhandlungen und Gerichtsverfahren zu warten.