14 June 2026, 12:03

Warum Nastassja Kinski gegen Wim Wenders kämpft – und eine Film-Debatte entfacht

Die Unheimlichkeit Hat Viele Seiten

Warum Nastassja Kinski gegen Wim Wenders kämpft – und eine Film-Debatte entfacht

Eine aktuelle Debatte um den Film Falsche Bewegung hat die Diskussion über umstrittene Filme und ihr Erbe neu entfacht. Nastassja Kinskis langjähriger Wunsch, eine halb nackte Szene aus dem Film entfernen zu lassen, erhielt verstärkte Aufmerksamkeit, nachdem Regisseur Wim Wenders ihren Antrag zunächst abgelehnt hatte. Der Streifen, der im März im Frankfurter Filmmuseum gezeigt worden war, wurde inzwischen aus dem Verleih genommen.

Jahre lang hatte Kinski darauf gedrängt, die Szene zu streichen, mit der Begründung, sie sei angesichts ihres Alters zur Drehzeit unangemessen gewesen. Erst als Wenders ihre Bitte öffentlich zurückwies, fand ihr Anliegen breitere Unterstützung. Der Regisseur entschuldigte sich später und zog den Film zurück – doch zentrale Fragen zur Handhabung des Falls bleiben unbeantwortet.

Die Debatte machte unterschiedliche Standpunkte zur nachträglichen Bearbeitung von Filmen deutlich, um vergangene Problematiken zu adressieren. Manche sind der Meinung, Szenen könnten ohne Schaden für die künstlerische Integrität verändert werden. Andere bestehen auf der Bewahrung des Originalwerks. Auch Brooke Shields, die als Kind in Pretty Baby mitspielte, äußerte sich unbehaglich über ihre Mitwirkung in einem Film, der heute weithin als moralisch fragwürdig gilt.

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Schauspielerinnen wie Natalie Portman, Dakota Fanning und Kirsten Dunst berichteten von eigenen Erfahrungen mit umstrittenen Rollen. Sie betonten die Rolle des Publikums bei der Bewertung solcher Werke. Jodie Foster, die mit zwölf Jahren in Taxi Driver zu sehen war, sprach stets mit Humor über ihre Rolle – ein Kontrast zu Kinskis schmerzhafteren Reflexionen.

Die Diskussion um Falsche Bewegung hat das Bewusstsein für die Thematik der Darstellung Minderjähriger im Film geschärft. Eine Kennzeichnung oder Einordnung solcher Szenen gilt als vorläufige Lösung. Viele fordern mittlerweile ein tieferes Verständnis und konkrete Maßnahmen, um diese Probleme anzugehen.

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