Wirtschaft alarmiert: Kardinal-Frings-Brücke erst 2035 – und das kostet Millionen
Lea KochWirtschaft alarmiert: Kardinal-Frings-Brücke erst 2035 – und das kostet Millionen
Ersatz der Kardinal-Frings-Brücke erst für 2035 geplant – Wirtschaft fordert dringende Beschleunigung
Mit der Planung und Genehmigung des Ersatzneubaus der Kardinal-Frings-Brücke wird erst bis 2035 gerechnet – allein die Vorlaufphase könnte bis zu acht Jahre dauern. Nun drängen Wirtschaftsvertreter und Juristen auf rasche Reformen, um das Verfahren zu beschleunigen. Denn die Verzögerungen kosten die Regionalwirtschaft Schätzungen zufolge jährlich rund 45 Millionen Euro.
Aktuell passieren täglich etwa 3.500 voll beladene Lkw die Brücke, viele von ihnen auf dem Weg zu den Häfen in Neuss und Düsseldorf. Die begrenzte Kapazität verursacht erhebliche wirtschaftliche Schäden – ein Grund mehr, warum die Forderungen nach schnellerem Handeln lauter werden.
Ein von der IHK Mittlerer Niederrhein, der IHK Düsseldorf und dem NDH in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten empfiehlt weitreichende Reformen. Dazu gehört die Einrichtung eines eigenen Infrastruktursenats am Oberverwaltungsgericht Münster, der Berufungen innerhalb eines Jahres abschließend klären soll. Weitere Vorschläge umfassen verbindliche öffentliche Zeitpläne, klare Prozessleitfäden und interne Schlichtungsverfahren, um die Planungsgenehmigung innerhalb von zwölf Monaten zu erteilen.
Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, fordert von der Landesregierung, die Planungszeiten zu halbieren und bis Ende 2025 sichtbare Fortschritte vorzuweisen. Auch Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, kritisiert das schleppende Tempo und mahnt eine zügigere Umsetzung an. Juristen schlagen zudem vor, bei komplexen Projekten Gesamtvergaben zu nutzen, um Verzögerungen zu minimieren und die Effizienz zu steigern.
Werden die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt, könnte die Planung und Genehmigung für die Brücke in einem Bruchteil der bisherigen Zeit abgeschlossen werden. Die Reformen zielen darauf ab, wirtschaftliche Verluste zu verringern und sicherzustellen, dass der Neubau deutlich früher als aktuell geplant – nämlich bis 2035 – realisiert wird.






