23 February 2026, 12:15

Wildschweingehege in Witten: Bürger oder Forstwirtschaft entscheiden über die Zukunft

Ein Wildschwein überquert einen Parkplatz neben einem Wald, mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund.

Wildschweingehege in Witten: Bürger oder Forstwirtschaft entscheiden über die Zukunft

Die Zukunft des alten Wildschweingeheges in Witten steht zur Debatte

Am 23. Februar 2026 wird der Stadtrat über das Schicksal der seit Jahren brachliegenden Anlage entscheiden. Die Parteien bringen unterschiedliche Vorschläge ein – von der Wiedereinführung von Wildschweinen bis hin zu einem forstwirtschaftlichen Experimentierfeld.

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Das Gehege am Hohenstein, das 2002 geschlossen wurde, zog einst zwischen 30.000 und 40.000 Besucher jährlich an. Seit Februar 2025 leben dort keine Wildschweine mehr. Während des Betriebs wurden jährlich etwa zehn Tiere entnommen.

Die AfD fordert eine baldige Neubesetzung mit Wildschweinen und argumentiert, die Tiere sollten für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein. Die CDU schlägt hingegen vor, die Bürger nach möglichen Nutzungsformen zu befragen. Die SPD unterstützt diesen Plan und wird für eine Bürgerbeteiligung stimmen.

Die Wittener Verwaltung hat eine andere Idee: Sie regt an, seltene Baumarten zu pflanzen und so ein "forstwirtschaftliches Versuchsgebiet" zu schaffen. Zudem betonen Beamte, dass die reine Zurschaustellung von Wildschweinen nicht mehr den modernen Werten entspreche, da die Tiere ohnehin frei in den umliegenden Wäldern leben.

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Geheges fällt in der Ratssitzung am 23. Februar. Sollte der Vorschlag von CDU und SPD durchkommen, könnten die Bürger mitbestimmen, wie das Gelände genutzt wird. Der AfD-Antrag auf Rückkehr der Wildschweine konkurriert dabei mit den forstwirtschaftlichen Plänen der Verwaltung.