Wie Field Target in Deutschland seinen Siegeszug antrat und zum Trendsport wurde
Charlotte KrügerWie Field Target in Deutschland seinen Siegeszug antrat und zum Trendsport wurde
Deutschlands erster Field-Target-Verein wurde Ende 2000 in Düsseldorf gegründet. Bereits im Vorjahr hatte die Disziplin mit ihrem ersten Wettbewerb in Leipzig an Fahrt aufgenommen. Eine wachsende Gemeinschaft von Begeisterten arbeitete daran, den Sport bundesweit zu etablieren.
Die Bewegung nahm im Herbst 1999 ihren Anfang, als eine deutsche Delegation die Midland Game Fair in England besuchte, um Field Target zu bewerben. Volker Blüm, Professor für Biologie, entwarf den ersten deutschen Parcours für diese Sportart. Die ersten Trainings fanden auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen statt, bevor der Standort nach Dorsten verlegt wurde.
Im Mai 1999 wurde in Leipzig der erste deutsche Field-Target-Wettbewerb ausgetragen. Die Teilnehmer nutzten Luftgewehre, die von führenden Herstellern zur Verfügung gestellt wurden, während die Diabolos von RWS und H&N kamen. Zudem setzten die Veranstalter schwere Stahlziele ein, die H&N extra aus England importiert hatte, um neuen Enthusiasten den Einstieg zu erleichtern.
Gegen Ende 2000 gelang es Volker Blüm, Fritz Gepperth davon zu überzeugen, Field Target in den Bund Deutscher Schützensport (BDS) zu integrieren. Zeitgleich wurde in Düsseldorf offiziell der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000 gegründet. In der Satzung des Vereins war eine „Schützen-Förderung“ verankert, die neu gegründeten Clubs und Abteilungen unterstützen sollte. In dieser Phase entwickelte sich die Anschütz 2020 FT – vermutlich das erste spezifisch für Field Target konzipierte deutsche Luftgewehr.
Mit strukturierter Förderung und steigender Beteiligung verbreitete sich der Sport rasant in Deutschland. Neue Vereine entstanden mit Hilfe etablierter Gruppen, und spezialisierte Ausrüstung wurde zugänglicher. Die Aufnahme in den BDS markierte einen entscheidenden Schritt für die Entwicklung von Field Target im Land.
