27 March 2026, 08:04

Uniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten

Ein Apothekeregal mit verschiedenen ordentlich angeordneten Medikamentenschachteln und Behältern.

Uniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

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Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes Medikamentenverteilungssystem aus, um künftig bis zu 600 Patientenbetten abzudecken. Mit der Maßnahme soll die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals verringert und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit erhöht werden. Die Technologie, die im Krankenhaus bereits 2018 eingeführt wurde, hat sich bewährt, um die Medikamentenausgabe effizienter zu gestalten.

Das System funktioniert, indem es Arzneimittel in einzelnen Schubladen lagert, die jeweils verschiedene Tabletten enthalten. Das Pflegepersonal muss nachts keine Tablettenblister mehr öffnen, da die Maschine vorportionierte Dosen ausgibt. Jede Tablette ist mit dem Namen des Patienten, dem Wirkstoff und klaren Einnahmehinweisen beschriftet.

Damit ersetzt das System die bisherige Methode, bei der Tablettenboxen mit Sieben-Tage-Fächern verwendet wurden. Durch den Verzicht auf diese gemeinsamen Behälter verringert sich das Risiko einer Keimübertragung durch Medikamente. Zudem werden die Tabletten aus Großpackungen entnommen, was den Plastikmüll reduziert.

Die Erweiterung erfolgt vor dem Hintergrund einer bundesweiten Vorgabe: Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser automatisierte Tablettenausgabesysteme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zur aktuellen Verbreitung vor, doch der Start eines neuen RFID-fähigen Ausgabegeräts durch Omnicell Inc. im Februar 2026 deutet auf ein wachsendes Brancheninteresse hin.

Die Entscheidung der Klinik, das System auszubauen, unterstreicht ihre Vorreiterrolle in diesem Bereich. Mit der neuen Lösung können Pflegekräfte weniger Zeit für die Medikamentenvergabe aufwenden und sich stärker der Patientenversorgung widmen. Gleichzeitig erfüllt die Uniklinik damit frühzeitig die künftigen gesetzlichen Anforderungen vor der Frist 2030.

Quelle