28 January 2026, 04:06

Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld um deutsche Investitionen für den Wiederaufbau

Eine alte Zeitung mit einer detaillierten Karte von Ukraine, gefüllt mit Text und Bildern.

Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld um deutsche Investitionen für den Wiederaufbau

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken. Während seines Aufenthalts trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein und traf sich mit lokalen Vertretern, um über künftige Partnerschaften zu sprechen.

Der Besuch erfolgte vor dem Hintergrund, dass deutsche Unternehmen bereits Waren im Wert von rund 4,6 Milliarden Euro jährlich in die Ukraine exportieren. Seit dem Auftritt des Botschafters beim NRW-Wirtschaftsforum in Neuss wurden jedoch keine neuen Geschäftsabschlüsse mit Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) öffentlich bekannt gegeben.

Makeiev betonte den dringenden Bedarf an wirtschaftlicher Unterstützung und verwies auf die weitreichende Zerstörung ukrainischer Kraftwerke. Er rief deutsche Unternehmen auf, trotz des anhaltenden Krieges Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine zu prüfen.

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer begrüßte den Botschafter und würdigte den Widerstandswillen des ukrainischen Volkes im Kampf um Freiheit. Bei dem Treffen ging es auch darum, wie Krefeld eine Rolle beim Wiederaufbau der Ukraine spielen könnte.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und ukrainischer Honorarkonsul, unterstrich die Aufforderung an deutsche Firmen, sich in der Ukraine zu engagieren. Er hob das langfristige Potenzial des ukrainischen Marktes hervor – trotz der aktuellen Herausforderungen.

Obwohl der Besuch die Beziehungen vertiefen sollte, haben sich bisher keine konkreten NRW-Unternehmen öffentlich zu neuen Wirtschaftsprojekten in der Ukraine bekannt – nicht einmal nach dem Forum in Neuss.

Der Besuch des Botschafters unterstrich die Bedeutung des deutsch-ukrainischen Handels, der bereits ein Exportvolumen von 4,6 Milliarden Euro umfasst. Krefelds Vertreter aus Politik und Wirtschaft zeigten Interesse, doch verbindliche Absprachen mit NRW-Firmen stehen noch aus.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur, insbesondere des beschädigten Energiesektors. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie deutsche Unternehmen auf die Investitionsaufrufe reagieren.