Thyssenkrupp senkt CO₂-Ausstoß mit vier neuen Ökostrom-Verträgen drastisch
Lea KochThyssenkrupp senkt CO₂-Ausstoß mit vier neuen Ökostrom-Verträgen drastisch
Thyssenkrupp hat vier langfristige Ökostrom-Verträge abgeschlossen, um seine CO₂-Emissionen zu senken. Die Vereinbarungen mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse sichern die Versorgung von drei wichtigen Standorten des Konzerns mit erneuerbarem Strom. Gemeinsam sollen diese Verträge den jährlichen CO₂-Ausstoß um mehr als 70.000 Tonnen reduzieren.
Die neuen Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) sehen die Lieferung von rund 230 Gigawattstunden (GWh) Ökostrom pro Jahr vor – eine Menge, die etwa 70.000 Haushalte versorgen könnte. Drei Thyssenkrupp-Tochtergesellschaften – Rasselstein, Precision Steel und Electrical Steel – werden von der erneuerbaren Energie profitieren.
Am Standort Hohenlimburg bezieht thyssenkrupp Precision Steel den Strom direkt: Ein nahegelegenes Windkraftwerk speist die Energie unmittelbar in das Werksnetz ein. Allein thyssenkrupp Rasselstein wird durch die neuen Verträge jährlich über 50.000 Tonnen CO₂ einsparen.
Alle drei Standorte decken künftig mindestens 30 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen betont, dass der Bedarf an Ökostrom weiter steigen wird, insbesondere durch den Umstieg auf wasserstoffbasierte Stahlproduktion. Eine geplante Direktreduktionsanlage, die mit Wasserstoff betrieben werden kann, wird den Strombedarf zusätzlich erhöhen.
Der Ausbau langfristiger Ökostrom-Verträge bleibt ein zentraler Baustein der Thyssenkrupp-Strategie. Bis 2030 plant das Unternehmen jedoch keine neuen Wind- oder Solarparks in Deutschland. Stattdessen konzentriert es sich auf grüne Wasserstoffprojekte, darunter eine 2-Gigawatt-Elektrolyseanlage in Saudi-Arabien sowie globale Liefervereinbarungen mit einer Kapazität von über 3 GW.
Die vier neuen PPAs markieren einen wichtigen Schritt in Thyssenkrupps Bestrebungen, die Produktion nachhaltiger zu gestalten. Mit der jährlichen Abnahme von 230 GWh Ökostrom vermeidet der Konzern Zehntausende Tonnen CO₂-Emissionen. Die Maßnahme unterstützt zudem den umfassenden Wandel hin zu einer klimaneutralen Stahlherstellung.