Streit um Altenberger Domstraße: Bürger fühlen sich von der Stadt ignoriert
Mia AlbrechtStreit um Altenberger Domstraße: Bürger fühlen sich von der Stadt ignoriert
Umgestaltung der Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach sorgt für Streit
Die Neugestaltung der Altenberger Domstraße in Bergisch Gladbach hat für Kontroversen gesorgt. Lokale Politiker und Anwohner kritisieren die Planung des Projekts scharf – vor allem mit Blick auf Sicherheitsmängel, die Verkehrsführung und den fehlenden Einbezug der Bürgerschaft. Besonders die CDU-Fraktion meldet sich mit deutlichen Vorwürfen zu Wort und wirft der Verwaltung vor, zentrale Probleme von Anfang an ignoriert zu haben.
Die von Stadtrat Harald Henkel (CDU, Wahlkreis Schildgen) geführte Fraktion wirft SPD und Grünen vor, die Pläne ohne ausreichende Beteiligung durchgepeitscht zu haben. Henkel betont, dass Bedenken von Anwohnern und Gewerbetreibenden trotz früher Forderungen nach einer pragmatischeren Lösung beiseitegeschoben wurden. Zudem kritisiert die CDU, dass die Stadtverwaltung keine sicheren Schulwege für Kinder der Concordiaschule sichergestellt habe – stattdessen müssten diese nun längere und gefährlichere Strecken in Kauf nehmen.
Mittlerweile hat die Verwaltung die Verkehrsregeln angepasst, um den Zugang zur Schule zu verbessern, und einen direkten Fußweg wieder freigegeben. Doch die CDU warnt, dass grundlegende Planungsfehler weiterhin bestehen. Die Verwaltung müsse nun endlich aktiv werden, um diese Versäumnisse zu korrigieren – besonders mit Blick auf die anstehenden weiteren Bauabschnitte. Schon die Vorbereitungen auf der Baustelle hätten eklatante Mängel offenbart. Informationsveranstaltungen für Anwohner hätten deren Sorgen kaum gelindert, sodass sich viele übergangen fühlen. Die CDU besteht darauf, dass eine bessere Abstimmung längst vor Baubeginn hätte erfolgen müssen.
Die ersten Projektphasen werfen ernsthafte Fragen zur Planung und Bürgerbeteiligung auf. Angesichts unsicherer Schulwege und ungelöster Verkehrsprobleme steht die Stadtverwaltung unter Zugzwang, schnell zu handeln. Die CDU fordert weiterhin mehr Transparenz und Verantwortung, um weitere Belastungen für Anwohner und Unternehmen zu vermeiden.