Solinger Armutskonferenz zeigt erschütternde Realität hinter Armut in der Stadt
Mia AlbrechtSolinger Armutskonferenz zeigt erschütternde Realität hinter Armut in der Stadt
Solinger Armutskonferenz (SAK) startet Gesprächsreihe mit lokalen Service-Clubs
Bei einer aktuellen Veranstaltung der Solinger Armutskonferenz (SAK) für den Kiwanis Club Solingen wurden die harten Realitäten von Armut in der Stadt anhand konkreter Schicksale aufgezeigt. Die Sitzung beim Kiwanis Club markierte zugleich die Vorstellung eines neuen Verzeichnisses lokaler Hilfsangebote.
Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuß von der SAK berichteten über Kinder- und Altersarmut in Solingen. Anhand von Beispielen schilderten sie, wie Familien und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger kaum noch in der Lage sind, ihre Grundbedürfnisse zu decken. In der Stadt leben etwa 30.000 Menschen in Armut – darunter über 2.200 Senioren und 820 Kinder unter drei Jahren.
Den Abschluss der Präsentation bildete eine Diskussion sowie die Übergabe des ersten Exemplars des „Solinger Initiativen-Wegweisers“. Die 14-seitige Broschüre listet vertrauenswürdige Organisationen auf, die bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung bieten. Kiwanis-Präsident Hartmut Hoferichter nahm die Veröffentlichung entgegen.
Die SAK, in der sich 13 Ehrenamtliche monatlich austauschen, veranstaltet zudem jährlich ein Fachforum zum Thema Armut. Für das Frühjahr 2024 ist der Launch einer Website geplant, außerdem soll eine Wanderausstellung das Bewusstsein für die Problematik schärfen. Der Kiwanis Club selbst engagiert sich für Kinder – etwa mit der Aktion „Schulranzen für alle“ und der neuen Kampagne „Geschenk der Wärme“.
Die Veranstaltung lenkte den Blick auf das Ausmaß der Armut in Solingen. Mit dem Wegweiser und den geplanten Projekten soll Betroffenen der Zugang zu Hilfsangeboten erleichtert werden. Lokale Initiativen intensivieren weiterhin ihre Bemühungen, um die Situation zu verbessern.






