23 May 2026, 22:06

Solingen bremst E-Mobilität: 23 neue Dieselbusse statt Oberleitungsausbau

Solingen kehrt zu Dieselbussen zurück

Solingen bremst E-Mobilität: 23 neue Dieselbusse statt Oberleitungsausbau

Solingen hat seine Pläne zur vollständigen Elektrifizierung der Busflotte überarbeitet. Statt den Oberleitungsbus-Netzausbau voranzutreiben, wird die Stadt nun 23 neue Dieselbusse anschaffen, um Kosten zu sparen. Damit rückt sie von ihren früheren Ambitionen ab, bis 2026 komplett auf batteriebetriebene Fahrzeuge umzustellen.

Der Stadtrat genehmigte den Kauf der Dieselbusse am 20. Februar 2023. Der Beschluss erfolgte, nachdem die Verantwortlichen keine neuen Mittel für zusätzliche Batterie-Oberleitungsbusse (BOB) aufbringen konnten. Ohne zusätzliche Finanzierung hätte die Anschaffung weiterer E-Busse die Kosten bis 2028/29 um fast sechs Millionen Euro in die Höhe getrieben.

Der ÖPNV in Solingen betreibt derzeit 110 Fahrzeuge, darunter 59 Oberleitungsbusse, die etwa 76 Prozent aller Betriebskilometer abdecken. Die Elektrifizierungsquote bleibt damit hoch, doch die neuen Dieselbusse sollen ältere Oberleitungsbusse ersetzen. Diese waren als Sonderanfertigung des niederländischen Herstellers Solaris teurer als Standard-Batterie-Elektrobusse.

Trotz des Strategiewechsels sind weiterhin 24 Batterie-Elektrobusse bestellt, die 2026 in Betrieb gehen sollen. Die Entscheidung für die Dieselbusse zielt darauf ab, kurzfristig Kosten zu sparen und gleichzeitig die Flottenverfügbarkeit zu sichern.

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Die neue Ausrichtung bedeutet, dass Solingen auf einigen Strecken weiterhin auf Dieselbusse setzen wird, statt die elektrischen Alternativen auszubauen. Die Einführung von 24 Batterie-Elektrobussen bis 2026 bleibt zwar geplant, doch der Kauf der Dieselfahrzeuge stellt einen vorläufigen Rückschritt bei der vollständigen Elektrifizierung dar.

Quelle