Solingen bekennt sich zu Erinnerung, Solidarität und Schutz jüdischen Lebens
Mia AlbrechtSolingen bekennt sich zu Erinnerung, Solidarität und Schutz jüdischen Lebens
Der Stadtrat von Solingen hat seine Verpflichtung zu Erinnerung und Solidarität erneut bekräftigt. Eine neue Resolution ehrt die Opfer der Shoah, des Zweiten Weltkriegs und anderer Konflikte. Gleichzeitig bekundet sie Unterstützung für Israel und bietet Schutz für Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen.
Der 9. November ist in Deutschland ein Datum von tiefer historischer Bedeutung. 1918 begann an diesem Tag die Novemberrevolution, die das politische Gesicht der Nation prägte. Genau fünf Jahre später, 1923, fand der Hitler-Ludendorff-Putsch statt – eine düstere Wende in der deutschen Geschichte. Nur wenig mehr als ein Jahrzehnt darauf wurden bei den Novemberpogromen 1938 jüdische Gemeinden im ganzen Land angegriffen. Jahrzehnte später, 1989, symbolisierte der Fall der Berliner Mauer schließlich die Wiedervereinigung und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Die vom Oberbürgermeister Tim O. Kurzbach und mehreren Fraktionen unterzeichnete Resolution des Stadtrats nimmt Bezug auf diese historischen Ereignisse. Sie betont die Verantwortung Deutschlands, jüdisches Leben zu schützen und die Sicherheit Israels als nationale Priorität zu verteidigen. Das Dokument verurteilt zudem Antisemitismus und bekräftigt die Rolle Deutschlands als sicheres Zuhause für Jüdinnen und Juden. Darüber hinaus setzt es sich für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts ein, die auf gegenseitiger Anerkennung und einem Miteinander in Frieden basiert.
Die Resolution unterstreicht Solingens Haltung gegen Hass und für die Würde des Menschen. Sie ruft zu anhaltender Erinnerung an vergangene Gräueltaten auf und fördert gleichzeitig Frieden und Sicherheit. Die Beschlüsse des Stadtrats spiegeln ein breiteres Bekenntnis zu historischer Verantwortung und moralischer Klarheit wider.






