14 March 2026, 22:04

Siemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburg bis 2026

Eine Fabrikinnensicht mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Containern, Lichtern, Rohren und Wänden.

Siemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburg bis 2026

Siemens Mobility errichtet bis 2026 neue Montagehalle in Duisburg-Logport I

Bis 2026 wird Siemens Mobility in Logport I in Duisburg eine große neue Montagehalle in Betrieb nehmen. Die Anlage wird auf einer Fläche von 200.000 Quadratmetern entstehen und als vollwertiger Produktionsstandort dienen – nicht nur als Logistikzentrum. Wie Unternehmensvertreter mitteilen, soll der Schritt Engpässe an der bestehenden Fertigungsstätte in Uerdingen entschärfen.

Die neue Halle wird sich auf die Montage von Regionalzügen konzentrieren und damit aktuelle Kapazitätsprobleme lösen. Im Inneren ermöglichen fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise sowie zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die Produktion im großen Stil. Eine direkte Schienenanbindung wird zudem den Lkw-Verkehr innerhalb von Logport I reduzieren, was Effizienz und Emissionsbilanz verbessert.

Industrielle Neuausrichtung statt Prestigeprojekte Markus Bangen, Geschäftsführer der Duisport, betonte den Wandel im Vergleich zu früheren Vorhaben wie der Rolltreppeninstallation Tiger & Turtle oder der Mercatorinsel, die in der Öffentlichkeit unterschiedlich aufgenommen wurden. Das Gelände, auf dem einst abgerissene Stahlwerkshallen standen, stehe nun für eine sinnvolle industrielle Weiterentwicklung. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link bezeichnete die Investition als "klaren Schritt nach vorn" für die Stadt.

Matthias Wittemer von Siemens Mobility bestätigte, dass die Halle ausschließlich als Montagewerk genutzt werde. Das Projekt ziele darauf ab, die lokale Fertigung zu stärken und gleichzeitig die Transportlogistik für fertige Züge zu optimieren.

Die neue Anlage ersetzt ehemalige Stahlwerksbauten und erweitert die Produktionskapazitäten von Siemens in der Region. Mit dem bereits laufenden Bau soll die für 2026 geplante Eröffnung die Duisburger Industrie beleben. Dank der Schienenanbindung und moderner Ausstattung wird die Montage von Zügen künftig schneller und umweltfreundlicher erfolgen.

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