31 May 2026, 12:04

Senec tauscht tausende defekte Heimspeicher nach Sicherheitsrisiken aus

Bielefelder Landgericht: Senec-Händler soll Kaufpreis für herabgestufte Home Storage erstatten

Senec tauscht tausende defekte Heimspeicher nach Sicherheitsrisiken aus

Senec tauscht Tausende Heimspeicher aus – nach Sicherheitsbedenken und Leistungsdrosselung 2022

Das Unternehmen Senec ersetzt tausende Heimstromspeicher, nachdem Sicherheitsrisiken im Jahr 2022 zu erzwungenen Leistungseinschränkungen geführt hatten. Bisher wurden bereits mehr als die Hälfte der betroffenen Geräte durch neuere, sicherere Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) ausgetauscht. Gleichzeitig urteilten Gerichte zugunsten von Kunden, die Rückerstattungen forderten – in einem aktuellen Fall wurde die vollständige Rückzahlung von knapp 20.000 Euro angeordnet.

Der Vorfall begann 2022, als Senec die Kapazität seiner Senec.Home V3 hybrid duo-Speicher wegen Brandgefahr reduzierte. Viele Kunden beschwerten sich, da die Drosselung ihre Anlagen praktisch unbrauchbar machte. Einige zogen vor Gericht und argumentierten, die verminderte Leistung stelle einen erheblichen Mangel dar.

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Ein Landgericht in Bielefeld gab kürzlich einem Kläger recht und verurteilte einen Händler zur vollständigen Rückzahlung des Kaufpreises in Höhe von 19.161,62 Euro zuzüglich Zinsen. Das Urteil begründete dies damit, dass der Kapazitätsverlust einen wesentlichen Mangel darstelle, der den Käufer zum Rücktritt vom Vertrag berechtige. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, die mehrere Senec-Kunden vertritt, hat in anderen Verfahren ähnliche Entscheidungen erstritten.

Als Reaktion startete Senec ein großangelegtes Austauschprogramm. Bis Ende 2024 tauschte das Unternehmen monatlich rund 5.000 Systeme kostenlos für die Kunden aus. Die neuen LFP-Batterien gelten als stabiler und sicherer als die ursprünglichen Modelle. Bisher haben über 50 Prozent der betroffenen Nutzer ein Ersatzgerät erhalten; die Aktion soll bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Die Gesamtkosten der Kampagne werden auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Trotz der finanziellen Belastung führt Senec die Austauschaktion fort, um das Problem für alle betroffenen Haushalte zu lösen.

Die Gerichtsurteile schaffen Präzedenzfälle für Kunden, die Entschädigungen einfordern, während Senec den Austausch vorantreibt. Da der Großteil der betroffenen Anlagen bereits aufgerüstet wurde, erwartet das Unternehmen, die verbleibenden Tauschaktionen in den kommenden Monaten abzuschließen. Der Umstieg auf LFP-Batterien stellt eine langfristige Lösung für die früheren Sicherheitsprobleme dar.

Quelle