21 March 2026, 20:03

Schulbarometer 2025/26: Psychische Belastung bei Jugendlichen erreicht neuen Höchststand

Altes Dokument aus dem Jahr 1797 mit einer detaillierten Zeichnung eines weißen Hauses mit rotem Dach, signiert von der Schleswig-Holstein-Schule Delmar in Deutschland.

Schulbarometer 2025/26: Psychische Belastung bei Jugendlichen erreicht neuen Höchststand

In Nordrhein-Westfalen ist eine hitzige Debatte über Schulstrukturen und das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern entbrannt. Auslöser war die Veröffentlichung des Deutschen Schulbarometers 2025/26, das eine zunehmende psychische Belastung unter Jugendlichen offenlegte. Kritiker werfen dem Philologenverband (PhV) nun vor, die tieferliegenden Probleme der Bildungspolitik zu ignorieren.

Das von der Robert Bosch Stiftung herausgegebene Schulbarometer zeigt besorgniserregende Trends: Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler klagt über hohen Leistungsdruck, 75 Prozent fühlen sich von schulischen Entscheidungen ausgeschlossen. Ein Drittel erlebte Mobbing, und soziale Ungleichheit verschärft die Belastung – besonders in einkommensschwachen Familien. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Fälle psychischer Auffälligkeiten von 21 auf 25 Prozent, hinzu kommen wachsende Sorgen um schulischen Stress und Zukunftsängste.

Der Landeselternverband für Integrative Schulen (LEiS-NRW) übt scharfe Kritik an der Reaktion des PhV. Der Verband wirft dem Philologenverband vor, sich einseitig auf traditionelle Gymnasiumsstrukturen zu konzentrieren – selektiv, hierarchisch und reformresistent. Harald A. Amelang, Vorstandsmitglied von LEiS-NRW, bezeichnet die Haltung des PhV als überholt und blind für dringende bildungspolitische Erfordernisse.

LEiS-NRW verweist auf integrative Schulmodelle als Beleg dafür, dass längeres gemeinsames Lernen bessere Chancen schafft. Die Kritiker argumentieren, der PhV übersehe Studien, die zeigen, wie gemischte Leistungsgruppen Ungleichheit verringern. Im Kern geht es um die Frage, ob das deutsche Schulsystem sich modernen Herausforderungen anpassen oder am bewährten Rahmen festhalten soll.

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Der Konflikt legt tiefe Gräben offen, wie es um das Wohl der Schülerinnen und Schüler und um Bildungsgerechtigkeit bestellt ist. Angesichts steigender psychischer Belastungen dreht sich die Debatte nun darum, ob strukturelle Reformen oder die Verteidigung bestehender Modelle die künftige Bildungspolitik prägen werden. Schulen, Eltern und Politiker stehen zunehmend unter Druck, auf die Ergebnisse des Schulbarometers zu reagieren.

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