06 March 2026, 12:04

S11-Ausbau in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre ohne Züge – und keine Ersatzpläne in Sicht

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Bahnschiene mit Gebäuden im Hintergrund, Text auf der rechten Seite lesbar "Merkelbach & Co, Co. Amsterdam" und verstreute hölzerne Gegenstände im Vordergrund.

S11-Ausbau in Bergisch Gladbach: Zwei Jahre ohne Züge – und keine Ersatzpläne in Sicht

Bergisch Gladbach wartet seit 15 Jahren auf das zweite Gleis der S11 – jetzt nehmen die Pläne Gestalt an, doch massive Einschränkungen stehen bevor. Der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda hat kürzlich einen groben Zeitplan für den lange erwarteten Bau des zweiten Gleises der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück vorgestellt, auch wenn zentrale Details weiterhin unklar bleiben.

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Die Arbeiten am zweiten Gleis der S11 sollen im Herbst 2030 beginnen. Damit endet eine jahrelange Wartezeit, in der Anwohner und Pendler immer wieder Verbesserungen für die stark überlastete Strecke gefordert hatten.

Doch das Projekt wird einen vollständigen Ausfall des S-Bahn-Verkehrs auf der S11 mit sich bringen: Ab dem vierten Quartal 2030 bis voraussichtlich zum ersten Quartal 2032 – also bis zu eineinhalb Jahre lang – wird der Zugverkehr ruhen. Trotz dieser langen Sperrung hat die Deutsche Bahn bisher keine konkreten Pläne für Ersatzverkehre vorgelegt.

Stand März 2026 gibt es noch keine offiziellen Angaben zu Schienenersatzbussen, angepassten Fahrplänen oder anderen Maßnahmen, um die Auswirkungen abzumildern. Wie die Stadt mit der Unterbrechung umgehen wird, hängt maßgeblich von noch ausstehenden Entscheidungen der Deutschen Bahn ab. Migendas Aussagen deuten zwar auf Fortschritte hin, doch der genaue Zeitplan und die Ersatzverkehrsregelungen bleiben vorerst ungewiss.

Das zweite Gleis verspricht langfristig Entlastung für die S11 – doch der Weg dorthin wird mit erheblichen Herausforderungen verbunden sein. Mit einem mehr als einjährigen Stillstand des Betriebs steht Pendlerinnen und Pendlern eine lange Phase der Unsicherheit bevor. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, wie gut es der Deutschen Bahn und den lokalen Behörden in den kommenden Jahren gelingt, Ersatzlösungen zu organisieren und die Bevölkerung kontinuierlich zu informieren.

Quelle