14 June 2026, 08:04

Revolutionäres Projekt "RauPE" soll Stammzelltherapien für alle erschwinglich machen

Innovationsschub für die Biotechnologie in NRW

Revolutionäres Projekt "RauPE" soll Stammzelltherapien für alle erschwinglich machen

Ein neues Projekt namens „RauPE“ zielt darauf ab, die Produktion von Stammzelltherapien zu automatisieren. Damit sollen diese Behandlungen für eine große Zahl von Patientinnen und Patienten zugänglicher und erschwinglicher werden. An der Initiative sind führende Forschungs- und Medizininstitutionen in Deutschland beteiligt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Rahmen des „RauPE“-Projekts arbeiten das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, die BioThrust GmbH und das Universitätsklinikum Essen zusammen. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer Plattform für die großtechnische Herstellung von stammzellbasierten Therapien – mit besonderem Fokus auf Kostensenkung. Zum Einsatz kommen dabei am Universitätsklinikum Essen entwickelte immortalisierte mesenchymale Stammzellen (ciMSCs), die extrazelluläre Vesikel (EVs) freisetzen. Diese Vesikel zeigen Wirksamkeit bei der Behandlung degenerativer und krebsbedingter Erkrankungen.

Die Herstellung der EVs gestaltet sich derzeit jedoch schwierig, da sie extrem empfindlich sind und spezielle Ausrüstung erfordern. Die BioThrust GmbH hat einen Teil dieser Herausforderung bereits gelöst: Mit speziellen Membranreaktor-Kartuschen ermöglicht das Unternehmen eine effiziente und skalierbare Vermehrung der sensiblen Stammzellen. Gleichzeitig integriert das Fraunhofer IPT den gesamten EV-Herstellungsprozess in seine AUTOSTEM-Laborplattform, um Effizienz und Sicherheit zu gewährleisten.

Gefördert wird das Vorhaben durch das EFRE.NRW-Programm, unterstützt von Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre, der Start ist für Juli 2024 geplant.

Durch die Automatisierung der Produktion soll die Herstellung von Stammzelltherapien deutlich vereinfacht werden. Langfristig sollen so die Kosten gesenkt und der Zugang für Patientinnen und Patienten erleichtert werden. Die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Gesundheitsversorgern stärkt die Bemühungen, fortschrittliche Behandlungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Quelle