05 June 2026, 15:48

Revolutionäre Kompaktmetallurgie spart 40 Prozent Energie und vermeidet CO₂

Thermomix für die Metallproduktion spart bis zu 40 Prozent Energie

Revolutionäre Kompaktmetallurgie spart 40 Prozent Energie und vermeidet CO₂

Forschende am Max-Planck-Institut haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Metalle und Legierungen in einem einzigen, energieeffizienten Schritt hergestellt werden können. Die als Kompaktmetallurgie bezeichnete Methode reduziert den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Techniken um bis zu 40 Prozent. Zudem vermeidet sie CO₂-Emissionen vollständig, indem sie Wasserstoff statt Kohlenstoff als Reduktionsmittel einsetzt.

Das Verfahren arbeitet bei niedrigen Temperaturen und in fester Form – anders als ältere Methoden, die auf flüssige Schmelzen setzen. Dadurch sinkt der Energiebedarf weiter, ohne dass die Qualität leidet. Mit dieser Technik hergestellte Invar-Legierungen weisen dieselbe geringe thermische Ausdehnung wie herkömmliche auf, zeigen jedoch eine verbesserte mechanische Festigkeit.

Statt auf mehrere Verarbeitungsschritte angewiesen zu sein, vereint der neue Ansatz Metallgewinnung, Legierungsbildung und thermomechanische Behandlung in einem einzigen Prozess. Er wandelt Erze direkt in verwendbare Produkte um und vereinfacht so die Produktion. Das Team arbeitet nun daran, die Methode für den industriellen Einsatz zu optimieren, etwa bei der Verarbeitung verunreinigter Oxide oder der Herstellung feinporiger Metalle.

Neben der Effizienzsteigerung testen die Wissenschaftler:innen das Verfahren auch an komplexen Legierungen. Zudem prüfen sie, ob sich metallurgische Abfallstoffe statt reiner Oxide verwenden lassen – was die Methode noch nachhaltiger und kostengünstiger machen könnte.

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Das kohlenstofffreie Verfahren bietet klare Vorteile für Branchen wie die Luft- und Raumfahrt, den Transport von flüssigem Wasserstoff oder die erneuerbaren Energien. Durch den Verzicht auf Kohlenstoff in der Produktion und den geringeren Energiebedarf stellt es eine saubere Alternative zur klassischen Metallurgie dar. In der nächsten Phase geht es darum, die Technologie für eine breitere industrielle Nutzung hochzuskalieren.

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