Otto Group revolutioniert Logistik mit KI-gesteuerter Roboterflotte in Löhne
Theo SchulteOtto Group revolutioniert Logistik mit KI-gesteuerter Roboterflotte in Löhne
Otto Group startet KI-gestütztes System zur Revolutionierung der Lagerautomatisierung
Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit Siemens, Bosch Rexroth und der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt wurde, soll zunächst im Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne eingeführt werden. Die Technologie zielt darauf ab, die Effizienz zu steigern und einen neuen Standard für die robotergestützte Logistik in Europa zu setzen.
Automatisierte Lager, in denen Roboter Pakete bearbeiten, sind heute weit verbreitet. Doch die Integration verschiedener Robotersysteme zu einem reibungslosen Gesamtablauf blieb bisher eine Herausforderung. Die Lösung der Otto Group nutzt eine Roboter-Koordinationsschicht, die als zentrales KI-Gehirn für Echtzeit-Kommunikation und Navigation fungiert.
Das System basiert auf einem digitalen Zwilling des Lagers, der mithilfe von Reality-Capture-Tools und Daten von Robotern wie dem Spot von Boston Dynamics erstellt wird. Dieses virtuelle Modell ermöglicht es den Betreibern, verschiedene Robotertypen schnell zu simulieren, zu trainieren und einzusetzen. Zudem können Lagerlayouts digital neu konfiguriert werden, um Arbeitsabläufe zu optimieren und Spitzenlasten zu bewältigen. Die Plattform läuft auf der KI-Infrastruktur von Nvidia, einschließlich Omniverse und Isaac, und wird über die Google Cloud betrieben. Der erste Praxistest findet im Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne statt, wo das System Roboterflotten und Lagerverwaltungstools koordinieren wird. Bei Erfolg soll dieses Modell auf weitere Standorte ausgeweitet werden und die Otto Group als Vorreiter in der europäischen Logistikautomatisierung positionieren.
Das neue KI-System verspricht schnellere und zuverlässigere Lieferungen durch optimierte Roboterkoordination. Durch die Kombination von digitalen Zwillingen, Echtzeitdaten und cloudbasierter KI will die Otto Group die Lagerautomatisierung skalierbarer gestalten. Der Standort in Löhne dient als erster Machbarkeitsnachweis, bevor die Technologie europaweit eingeführt wird.