Neverland Ranch: Vom Märchenland zum Symbol für Jacksons tragisches Erbe
Lea KochNeverland Ranch: Vom Märchenland zum Symbol für Jacksons tragisches Erbe
Neverland Ranch war einst das prunkvolle Zuhause des Pop-Legende Michael Jackson. Im Laufe der Jahre wurde das Anwesen zum Symbol für seinen beispiellosen Erfolg wie auch für seinen dramatischen Niedergang. Die weitläufige Immobilie, heute verkauft, trägt noch immer das Erbe seiner Person – samt aller Kontroversen.
Jackson erwarb das 1.100 Hektar große Grundstück Ende der 1980er-Jahre für 19,5 Millionen Dollar. Er tauft es in Neverland um – angelehnt an das magische Land aus Peter Pan. Zum Anwesen gehörten ein 1.200 Quadratmeter großes Hauptgebäude, ein künstlich angelegter See mit Wasserfall und ein privater Freizeitpark. Mit den Jahren kamen ein Kino, ein Tanzstudio, ein Bahnhof, ein Streichelzoo und eine Spielhalle hinzu – aus dem Gut wurde eine eigene Fantasiewelt.
Doch 2003 änderte sich der Ruf des Anwesens schlagartig: Die Polizei durchsuchte das Gelände im Zuge von Vorwürfen wegen Kindesmissbrauchs. Jackson wurde dort festgenommen, später jedoch 2005 in allen Anklagepunkten freigesprochen. Trotz des Freispruchs kehrte er nach der Razzia nie wieder nach Neverland zurück. Seine letzten Jahre verbrachte er in Los Angeles, wo er am 25. Juni 2009 starb.
2016 wurde das Anwesen für 100 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten – doch ein Käufer fand sich lange nicht. Vier Jahre später erwarb es der Milliardär Ronald Burkle für lediglich 22 Millionen Dollar – ein Bruchteil des ursprünglichen Preises.
Neverland Ranch bleibt ein Relikt aus Jacksons außergewöhnlichem Leben und seinen von Turbulenzen geprägten späten Jahren. Der Verkauf des Anwesens markierte das Ende einer Ära für eine der ikonischsten Figuren der Musikgeschichte. Seine Geschichte ist untrennbar mit seinem künstlerischen Genie verbunden – und mit den Skandalen, die seine letzten Jahrzehnte überschatteten.






