Neuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierenden in Krisenzeiten Halt geben
Mia AlbrechtNeuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierenden in Krisenzeiten Halt geben
Thorben Pollmann hat eine neue Position als Hochschulseelsorger in Köln übernommen – eine Rolle, die mit frischen Herausforderungen verbunden ist, ähnlich denen, mit denen Erstsemester konfrontiert sind. Er möchte die Studierenden in schwierigen Zeiten begleiten, sei es bei finanziellen Sorgen oder der unsicheren Wohnsituation.
Sein Amtsantritt fällt in eine entscheidende Phase: Viele Studierende in Köln kämpfen mit wirtschaftlicher Instabilität, der Klimakrise und Ängsten um ihre berufliche Zukunft. Pollmann sieht seinen eigenen Neuanfang als Chance, sich in ihre Lage hineinzuversetzen.
Erst kürzlich nach Köln gezogen, muss auch Pollmann sich noch in der Stadt zurechtfinden. Dennoch blickt er voller Vorfreude auf das Wintersemester 2025/2026. Seine Priorität liegt darin, mit den Studierenden in Kontakt zu treten und ihnen – ob im persönlichen Gespräch oder bei gemeinsamen Aktivitäten – Orientierung zu bieten.
Die Wohnungsnot in Köln hat dazu geführt, dass 2.500 Studierende auf Wartelisten für Plätze in Wohnheimen stehen. Einige drohen sogar obdachlos zu werden, was die psychische Belastung zusätzlich verschärft. Pollmann will diese Nöte direkt angehen und sicherstellen, dass sich niemand mit seinen Problemen allein gelassen fühlt.
Doch sein Engagement geht über praktische Hilfe hinaus: Er schafft Räume für Begegnung. Nach der Dienstagsmesse in der Katholischen Hochschulgemeinde lädt er Studierende zum gemeinsamen Mittagessen ein – ein Zeichen für seinen Glauben daran, dass Beziehungen durch einfache, geteilte Momente entstehen.
Im Gespräch mit Carsten Döpp sprach Pollmann offen über seine Ziele. Ihm ist bewusst, dass die Sorgen der Studierenden weit über das Studium hinausgehen: Wirtschaftliche Unsicherheit und die Klimakrise lasten schwer auf ihnen. Durch Zuhören und Austausch möchte er in unruhigen Zeiten Halt geben.
Pollmanns Ansatz verbindet praktische Unterstützung mit persönlicher Nähe. Seine offene Tür – sei es bei den Mittagsangeboten nach der Messe oder in Einzelgesprächen – soll den Druck mindern, unter dem viele Studierende stehen. Mit Beginn des Semesters bleibt sein Fokus klar: Ihnen nicht nur Hilfe, sondern auch ein Gefühl von Gemeinschaft in Köln zu vermitteln.






