18 March 2026, 16:04

Neuer Chef in der Eisenhut-Apotheke: Ein Traum wird Wirklichkeit

Ein Apotheker in weißer Schürze hält eine Flasche, während er mit einem Kunden vor Regalen mit Medikamenten und Zubehör spricht.

Neuer Chef in der Eisenhut-Apotheke: Ein Traum wird Wirklichkeit

Benjamin Althof hat die Eisenhut-Apotheke in Siegen übernommen – nach acht Jahren als Mitarbeiter. Mit dem Wechsel endet die fast 30-jährige Führung von Torsten Heide. Für Althof erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum, inspiriert von seinem Vater, der einst selbst eine Apotheke in der Nähe betrieb.

Erste Gespräche über die Übernahme führte Althof bereits Anfang 2025 mit seinem damaligen Chef. Der Prozess erforderte ein beträchtliches Darlehen – ein Risiko, das er ohne seine tiefgreifende Kenntnis des Betriebs wohl nicht eingegangen wäre. Im Januar 2025 wurde er offiziell zum neuen Inhaber.

Die ersten Monate waren geprägt von Papierkram und bürokratischen Hürden. Nun kann er sich endlich der eigentlichen Arbeit in der Apotheke widmen. Ein Team von zwölf Mitarbeitenden steht ihm zur Seite – eine Gruppe, der er vertraut und die ihm beim Übergang hilft.

Die Suche nach Nachfolgern für unabhängige Apotheken ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Wirtschaftlicher Druck und eine überalterte Belegschaft erschweren die Lage. Laut Apobank sind rund 40 Prozent der Apothekerinnen und Apotheker älter als 55 Jahre – viele von ihnen werden bald vor derselben Herausforderung stehen. Gleichzeitig zeigen sich immer weniger junge Pharmazeutinnen und Pharmazeuten bereit, eine Apotheke zu übernehmen. Die Lücken führen oft zu Schließungen: Allein 2025 mussten 502 Apotheken dichtmachen.

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Althof leitet nun einen Betrieb, in dem er einst selbst angestellt war. Seine Erfahrung und ein engagiertes Team erleichtern ihm den Schritt vom Mitarbeiter zum Chef. Die Übernahme wirft aber auch ein Schlaglicht auf ein größeres Problem: Wenn ältere Apotheker in Rente gehen, wird die Suche nach Nachfolgern zunehmend zum Problem.

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