Neue Sicherheitsvereinbarung soll Stromunfälle in Deutschland drastisch reduzieren
Theo SchulteNeue Sicherheitsvereinbarung soll Stromunfälle in Deutschland drastisch reduzieren
Branchenweite Sicherheitsvereinbarung gegen Stromunfälle in Deutschland unterzeichnet
Jährlich kommt es in Deutschland zu rund 4.000 Stromunfällen – viele davon gehen auf missachtete Sicherheitsvorschriften zurück. Eine neue branchenweite Vereinbarung soll die Risiken nun durch strengere Einhaltung der Regeln und bessere Aufklärung verringern.
Am 12. Februar 2023 unterzeichneten der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der elektrischen Sicherheit. Im Fokus stehen die fünf zentralen Sicherheitsregeln, die bei jedem dokumentierten Unfall im vergangenen Jahr außer Acht gelassen wurden.
Allein 2023 gab es 4.492 Stromunfälle, darunter drei tödliche Arbeitsunfälle durch Stromschlag. Beide Organisationen wollen nun eine konsequentere Befolgung der Sicherheitsprotokolle durchsetzen.
Der ZVEH vertritt 48.225 Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, IT und elektromechanischer Bau mit einem gemeinsamen Umsatz von 87,8 Milliarden Euro. Die BG ETEM hingegen versichert vier Millionen Beschäftigte in 200.000 Betrieben. Jörg Botti, Vorstandsvorsitzender der BG ETEM, warnte, dass unsichere Arbeitsbedingungen nicht nur Menschenleben gefährden, sondern auch die Arbeitskraft der Belegschaften schwächen.
Um die Sensibilisierung zu erhöhen, setzt die BG ETEM auf Online-Marketing und die Zusammenarbeit mit Influencern. Martin Böhm, Vizepräsident des ZVEH und Mitglied des BG-ETEM-Vorstands, betonte, dass sichere Arbeitsweisen nicht nur Unfälle verhindern, sondern auch die Qualität der Arbeit verbessern.
Die Vereinbarung markiert einen abgestimmten Vorstoß zur Reduzierung elektrischer Gefahren. Durch strengere Kontrollen und flächendeckende Aufklärung streben die Organisationen eine Senkung der Unfallzahlen an. Der Appell zur Regelkonformität kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Daten zeigen: Jeder Unfall im Jahr 2023 stand im Zusammenhang mit mindestens einem Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften.






