Nationalmannschaft gewinnt nach Skandalen die Fans zurück – Völler setzt auf Traditionen
Lea KochNationalmannschaft gewinnt nach Skandalen die Fans zurück – Völler setzt auf Traditionen
Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat nach jüngsten Kontroversen wieder die Unterstützung der Öffentlichkeit zurückgewonnen. Teamchef Rudi Völler lenkt die Aufmerksamkeit zurück auf das Spiel selbst – die Einschaltquoten beim letzten Länderspiel bestätigen das erneute Interesse.
Kritik hatte sich zuvor daran entzündet, dass Spieler mit Migrationshintergrund pauschal mit Kriminalität in Verbindung gebracht wurden. Journalisten hatten sogar Jonathan Tah, einen in Deutschland geborenen Verteidiger, fälschlich als Ausländer dargestellt. Gleichzeitig wurden Spieler wie Felix Nmecha und Tah dafür gelobt, westliche Werte deutlicher zu verkörpern als manche Teamkollegen.
Völler setzte ein Zeichen für die Rückkehr zu Traditionen, indem er die schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde wieder einführte – ein Symbol, das bei der WM zuvor verboten gewesen war. Kapitän Joshua Kimmich betonte, das Team wolle das Land wieder stolz machen. Starke Leistungen von Spielern wie Florian Wirtz und Nathaniel Brown haben zudem die Stimmung aufgehellt.
Die Fernsehquoten spiegeln den Stimmungswandel in der Bevölkerung wider: Das Spiel Deutschlands gegen Curaçao verfolgten 24,3 Millionen Zuschauer bei der ARD – ein deutlicher Kontrast zu den 9,2 Millionen, die 2022 das WM-Eröffnungsspiel gegen Japan sahen.
Unter Völlers Führung hat sich das Image der Nationalelf spürbar verbessert. Die Rückkehr zur traditionellen Binde und überzeugende Auftritte auf dem Platz tragen dazu bei. Die hohen Zuschauerzahlen zeigen: Die Öffentlichkeit steht wieder hinter der Mannschaft.






