Mönchengladbachs Energiebericht zeigt steigende Kosten trotz Modernisierungspläne
Charlotte KrügerMönchengladbachs Energiebericht zeigt steigende Kosten trotz Modernisierungspläne
Mönchengladbach hat seinen aktuellen Energiebericht veröffentlicht, der gemischte Fortschritte bei der Senkung des Verbrauchs in städtischen Gebäuden zeigt. Während der Stromverbrauch 2024 stabil blieb, stieg die Nachfrage nach Heizöl deutlich an, und die Gesamtenergiekosten kletterten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte. Die Stadt hat zudem Pläne für künftige Modernisierungen vorgelegt, darunter neue Heizsysteme und Solaranlagen an Schulen.
Der Stromverbrauch in den städtischen Liegenschaften blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Fast die Hälfte davon entfiel auf Schulen. Eine umfassende Beleuchtungssanierung, die rund 850.000 Euro kostete, wurde mit Bundesförderung realisiert, die 50 Prozent der Ausgaben deckte.
Der Heizölverbrauch stieg deutlich von 4,75 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2023 auf 6 Millionen Kilowattstunden 2024. Der Erdgasverbrauch blieb hingegen mit 50,4 Millionen Kilowattstunden stabil. Trotz dieser Verschiebungen änderte sich der CO₂-Fußabdruck der städtischen Gebäude kaum und lag weiterhin bei 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten.
Die Energiekosten der Stadt stiegen drastisch auf 10,7 Millionen Euro – ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber 2023. Um die Effizienz zu steigern, hat das kommunale Energiemanagement sein Personal und die Überwachungssysteme ausgebaut. Geplant sind unter anderem die Modernisierung von Heizungsanlagen und die Installation von Solaranlagen in 28 Schulen zwischen 2026 und 2028.
Der Bericht unterstreicht sowohl die Herausforderungen als auch die anstehenden Veränderungen in der Energiestrategie Mönchengladbachs. Angesichts steigender Kosten und des erhöhten Heizölbedarfs setzt die Stadt auf langfristige Lösungen wie modernisierte Heizsysteme und erneuerbare Energien. In den nächsten drei Jahren sollen gezielte Sanierungen in Schulen und anderen städtischen Gebäuden den Verbrauch und die Emissionen senken.






