17 March 2026, 00:04

Mönchengladbach trotzt der Krise mit sinkenden Insolvenzen und starker Wirtschaft

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche, mit Abschnitten, die wirtschaftliche Erholungstrends und unterstützenden Text anzeigen.

Mönchengladbach trotzt der Krise mit sinkenden Insolvenzen und starker Wirtschaft

Mönchengladbach hat sich 2024 als eine der wirtschaftlich widerstandsfähigsten Städte Deutschlands erwiesen. Im aktuellen IW-Dynamikranking belegt die Stadt Platz 27 von 401 Regionen in Sachen Wirtschaftsentwicklung. Während die Insolvenzzahlen in weiten Teilen des Landes stark anstiegen, setzte Mönchengladbach einen gegenläufigen Trend und verzeichnete einen spürbaren Rückgang bei Fällen finanzieller Notlagen.

Laut offiziellen Angaben sank die Zahl der Insolvenzverfahren in Mönchengladbach 2024 um 7,5 Prozent. Unternehmenspleiten gingen um 8,0 Prozent zurück, bei Verbraucherinsolvenzen betrug der Rückgang sogar 9,0 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zum Bundestrend, wo die Unternehmensinsolvenzen um 8 bis 10 Prozent zunahmen und Nordrhein-Westfalen einen Anstieg von 23,4 Prozent verzeichnete.

Innerhalb des Regierungsbezirkes Düsseldorf war Mönchengladbach die einzige Stadt mit rückläufigen Zahlen – während benachbarte Kommunen Zuwächse zwischen 6 und 19 Prozent meldeten. Der Erfolg der Stadt gründet auf einer diversifizierten Wirtschaft mit Wachstum in den Bereichen Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswesen und moderne Dienstleistungen.

Zu den wichtigsten Entwicklungen zählt ein Beschäftigungsplus von 12 Prozent in der Logistikbranche, angetrieben durch Erweiterungen der Prologis-Standorte und Amazon-Logistikzentren. Der Maschinenbau hat sich stabilisiert, wobei Unternehmen wie die S+F Group ihre Produktion um 5 Prozent steigerten. Auch das Gesundheitswesen expandierte: Neue Kliniken am Klinikum Mönchengladbach schafften 8 Prozent mehr Arbeitsplätze. Diese Sektoren tragen mittlerweile stärker zum Bruttoinlandsprodukt bei als in den Nachbarstädten Krefeld oder Oberhausen.

Die wirtschaftliche Stabilität der Stadt wird durch einen kontinuierlichen Zustrom an Fachkräften von der Hochschule Niederrhein und dem lokalen Mittelstand gestützt. Zudem stärkt ein seit 2016 unveränderter Gewerbesteuerhebesatz von 490 Prozent das Vertrauen der Unternehmen. Laufende Projekte wie der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Gewerbepark am Flughafen sollen den positiven Kurs langfristig sichern.

Mönchengladbachs wirtschaftliche Resilienz zeigt sich in sinkenden Insolvenzzahlen und kräftigem Branchenwachstum. Mit seiner Ausrichtung auf Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswesen und Innovation hebt sich die Stadt deutlich von anderen in der Region ab. Dank anhaltender Investitionen und eines stabilen Wirtschaftsumfelds dürfte sich dieser Trend auch in naher Zukunft fortsetzen.

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