29 March 2026, 20:05

Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 ihre Türen für regelmäßige Gottesdienste

Kleine weiße Kirche mit einem Kreuz darauf, umgeben von einem Metallzaun, Pflanzen, Gras, einem Weg, nahen Häusern, Polen, Drähten und einem bewölkten Himmel, identifiziert als die Kirche des Heiligen Grabes.

Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 ihre Türen für regelmäßige Gottesdienste

Die Lutherkirche in Höhscheid wird ab 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr abhalten. Die Entscheidung folgt auf Jahre finanzieller Belastungen und löst in der Gemeinde gemischte Gefühle aus. Für viele ist die Kirche weit mehr als nur ein Ort des Gebets – sie birgt Jahrzehnte voller Erinnerungen und Glauben.

Das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde traf nach monatelangen Beratungen diese schmerzhafte Entscheidung. Mitglieder beschrieben innere Konflikte und schlaflose Nächte, während sie über die Zukunft des Gebäudes nachdachten. Die jährlichen Unterhaltskosten der Kirche belaufen sich mittlerweile auf über 210.000 Euro – eine Summe, die im Laufe der Zeit stetig gestiegen ist.

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Trotz Spendenaktionen und ehrenamtlicher Unterstützung ließ sich der Haushalt nur durch die Inanspruchnahme von Rücklagen ausgleichen. Ohne weitere Maßnahmen wäre das Defizit weiter gewachsen und hätte die Gemeinde zum Handeln gezwungen. Ab 2030 werden die Gottesdienste stattdessen im Höhscheider Gemeinschaftshaus oder in benachbarten Kirchen stattfinden.

Unklar bleibt vorerst das Schicksal des Kirchengebäudes selbst. Gleichzeitig steht die Evangelische Kirche von Westfalen vor ähnlichen Herausforderungen: Rund 200 weitere Kirchen sind betroffen. Berichten aus dem Jahr 2025 zufolge könnten 50 bis 70 von ihnen in den kommenden Jahren schließen oder ihr Angebot reduzieren müssen.

Die Entscheidung markiert einen Wendepunkt für die Gemeinde der Lutherkirche. Der regelmäßige Gottesdienst wird an alternative Orte verlagert, um die finanzielle Last zu verringern. Doch die langfristige Nutzung des Gebäudes – und die Zukunft vieler ähnlicher Kirchen – bleibt eine offene Frage.

Quelle