Kölns Recyclingplätze versinken im Müll – jetzt reagiert die Stadt radikal
Mia AlbrechtKölns Recyclingplätze versinken im Müll – jetzt reagiert die Stadt radikal
Recyclingplätze in der Stadt verfallen in dramatischem Zustand
In der gesamten Stadt sind Recyclingstellen in einen Zustand extremer Vernachlässigung geraten. Überquellende Glascontainer und illegal abgelagerter Müll an Altkleidersammelstellen schaffen gefährliche Bedingungen. Lokale Behörden sprechen mittlerweile von einem ernsthaften und sich verschärfenden Problem.
Das Problem hat sich in den letzten fünf Jahren zugespitzt: Die illegale Müllentsorgung an Kleidersammelstellen ist in Städten wie Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Berichte des Umweltbundesamts und von Entsorgungsfirmen führen den Anstieg auf wachsende Textilabfälle und mangelnde Kontrollen zurück.
Als Reaktion darauf lässt die Stadt nun alle bestehenden Altkleidercontainer entfernen. Stattdessen erhalten die Bürger wiederverwendbare Säcke für die Abholung an der Straßenkante. Stationäre Annahmestellen bleiben an den Standorten der AWB erhalten, doch die Behörden könnten die Abholung an der Straße ausweiten, falls die aktuellen Maßnahmen nicht greifen.
Auch die Glassammlung hat einen kritischen Punkt erreicht – besonders rund um die Neujahrsfeiern. Die Stadt setzt auf beauftragte Entsorgungsfirmen, um die Rückstände zu beseitigen. Um die Altkleiderkrise einzudämmen, prüfen die Behörden die Installation von Überwachungskameras an zehn besonders gefährdeten Standorten. Die jüngste Anfrage der CDU und die Pläne der Verwaltung werden auf der AIUSO-Sitzung am 24. Februar beraten.
Die Abfallkrise der Stadt erfordert nun dringendes Handeln. Glas- und Altkleidersammelstellen werden grundlegend umgestaltet – mit strengeren Kontrollen und alternativen Sammelmethoden. Weitere Entscheidungen werden nach den anstehenden Ratsdebatten folgen.