10 April 2026, 22:05

Kölner Polizei zerschlägt Betrugsring mit gefälschten Sprachzertifikaten für Aufenthaltstitel

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Fraudes sur les Vins" mit einem ernst dreinblickenden Mann im Anzug und Krawatte mit zurückgekämmtem Haar.

Kölner Polizei zerschlägt Betrugsring mit gefälschten Sprachzertifikaten für Aufenthaltstitel

Die Kölner Polizei hat drei Männer unter dem Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in einer Sprachschule, wo die Verdächtigen angeblich Prüfungen im Namen anderer abgelegt haben sollen. Die Behörden ermitteln nun gegen ein größeres Netzwerk im Zusammenhang mit gefälschten Sprachzertifikaten.

Die drei festgenommenen Männer im Alter von 54, 36 und 40 Jahren wurden mit deutschen Ausweisdokumenten aufgegriffen, die ihre eigenen Daten enthielten. Ihnen wird vorgeworfen, unter den Namen von drei Personen aus Guinea, Ghana und Togo Deutschprüfungen abgelegt zu haben. Die gefälschten Zertifikate sollten den Betroffenen angeblich helfen, einen Aufenthaltstitel oder andere Leistungen zu erlangen.

Bei einer separaten Razzia in Hamburg wurden Beamte auf einen 34-jährigen Mann ohne gültige Aufenthaltserlaubnis aufmerksam und nahmen ihn vorläufig fest. Sein möglicher Zusammenhang mit dem Fall wird noch untersucht.

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Die Ermittlungen werden von der Kriminalkommissariat 35 (KK 35) geleitet und haben sich inzwischen auf drei weitere Männer im Alter von 44, 36 und 38 Jahren ausgeweitet. Ihre persönlichen Daten wurden in den gefälschten Pässen entdeckt, die während der Aktion sichergestellt wurden.

Die Behörden prüfen weiterhin das volle Ausmaß des Betrugsnetzwerks. Den Beschuldigten drohen Anklagen wegen Urkundenfälschung und Täuschung, wobei mögliche Verbindungen zu weitergehenden Fällen von Aufenthaltsbetrug nicht ausgeschlossen werden. Mit weiteren Festnahmen oder Anklagen ist im Verlauf der Ermittlungen zu rechnen.

Quelle