15 March 2026, 14:05

John Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg

Eine Gruppe von Balletttänzern in farbenfrohen Kostümen performs den Nussknacker auf der Bühne der Royal Opera House, bewegend sich perfekt synchron gegen einen blauen Hintergrund.

John Neumeiers Abschied markiert das Ende einer Ballett-Ära in Hamburg

Das Hamburger Ballett hat den Beginn der Spielzeit 2022/23 mit einem bedeutenden Wechsel an der Spitze eingeläutet. Nach 50 Jahren als Direktor hat John Neumeier sein Amt niedergelegt. Sein Abschied markiert das Ende einer langen Karriere, die das Ensemble zu einer der weltweit renommiertesten Ballettcompagnien formte.

Neumeier übernahm 1973 die Leitung des Hamburger Balletts und wurde als in den USA geborener Ballettdirektor und Chefchoreograf zu einer prägenden Figur. Über fünf Jahrzehnte schuf er mehr als 100 eigene Werke, von denen viele internationale Anerkennung fanden. Seine Produktionen avancierten nicht nur an der Hamburger Staatsoper zu festen Größen, sondern wurden durch ausgedehnte Gastspiele auch auf globalen Bühnen gefeiert.

Die Spielzeit 2022/23 eröffnete Anfang September mit einer Aufführung von Gustav Mahlers Dritter Sinfonie in der Hamburger Staatsoper – eine der letzten Glanzlichter unter Neumeiers Führung. Sein Einfluss reichte weit über Hamburg hinaus: Seine Choreografien wurden regelmäßig in führenden Balletttheatern weltweit aufgeführt.

Unter seiner Ägide entwickelte sich die Compagnie von einem regionalen Ensemble zu einer international anerkannten Institution. Neumeiers visionäres Schaffen und sein künstlerisches Wirken verhalfen dem Hamburger Ballett zu einem Ruf für Innovation und Exzellenz im zeitgenössischen Ballett.

Sein Erbe umfasst ein umfangreiches Repertoire an Eigenproduktionen und eine grundlegend veränderte Balletttruppe. Mit seiner 50-jährigen Amtszeit festigte Neumeier das Hamburger Ballett als Säule der internationalen Tanzszene. Die Spielzeit 2022/23 geht nun erstmals seit Jahrzehnten ohne seine direkte Führung in eine neue Ära.

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