22 April 2026, 22:05

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Sparte – und verspricht grüne Revolution

Aktienzertifikat für Inhaberaktien, ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit dem Namen, der Adresse und weiteren Details der Gesellschaft.

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Sparte – und verspricht grüne Revolution

Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein unverbindliches Angebot für den Kauf der angeschlagenen Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das deutsche Unternehmen hatte ursprünglich ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky geplant, sieht sich nun aber mit einem konkurrierenden Gebot konfrontiert. Jindal Steel behauptet, die Übernahme würde das Geschäft zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas machen.

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Die Stahlsparte von Thyssenkrupp verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis lag bei 261 Millionen Euro – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen in der Branche. Zuvor hatte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Kretinsky geprüft, der seinen Anteil auf bis zu 50 Prozent hätte erhöhen können.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens mit Standorten in Afrika und Australien, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro. Die operative Marge lag bei 22 Prozent und übertraf damit die Performance von Thyssenkrupp deutlich. Die indische Gruppe hat zugesagt, das verzögerte DRI-Werk in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über zwei Milliarden Euro zu investieren.

Der Vorstand von Thyssenkrupp wird nun das Angebot von Jindal prüfen, wobei die finanzielle Tragfähigkeit, Umweltverpflichtungen und der Arbeitsplatzschutz im Mittelpunkt stehen. Der Bieter betont sein Ziel, einen führenden CO₂-armen Stahlproduzenten in Europa aufzubauen.

Die Übernahme würde einen bedeutenden Wandel für die Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp bedeuten, die seit Jahren von Umstrukturierungen geprägt sind. Bei einer Genehmigung könnte Jindal Steels Investition die Zukunft der Sparte neu gestalten und gleichzeitig Arbeitsplätze sowie den Ausbau grüner Technologien sichern. Die Entscheidung des Vorstands wird zeigen, ob das Geschäft vorankommt oder ob alternative Pläne verfolgt werden.

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