27 April 2026, 06:08

Hürths AOK-Gebäude wird zum Rohstoff für nachhaltige Bauforschung

Detailierte alte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, die eine geplante Entwicklungsstelle am Boden zeigt.

Hürths AOK-Gebäude wird zum Rohstoff für nachhaltige Bauforschung

Der Abriss des alten AOK-Gebäudes in Hürth markiert einen wichtigen Schritt im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Stadtzentrum mit modernen Räumen und verbesserten Einrichtungen aufzuwerten. Gleichzeitig erhalten Teile des Gebäudes im Rahmen einer neuen Forschungsinitiative ein zweites Leben.

Bevor die Abrissarbeiten begannen, führte die Stadt eine detaillierte Bestandsaufnahme der wiederverwendbaren Materialien durch. Dies erfolgte auf Basis eines Beschlusses des Planungsausschusses vom Dezember 2023, der vor großflächigen Abbrüchen eine Bewertung der verwertbaren Bestandteile vorschreibt. Zudem wurden potenziell gefährliche Stoffe identifiziert und fachgerecht entfernt.

Ausgewählte Bauteile – darunter Metallplatten, Handläufe, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke – werden nun weiterverwendet. Statt die Materialien zu verkaufen, arbeitete Hürth mit der RWTH Aachen zusammen, um eine nachhaltige Wiederverwertung zu gewährleisten. Die Gegenstände fließen in das Forschungsprojekt Target-X ein, eine Kooperation der Firmen Construction Robotics, Concular GmbH sowie Rhiem & Sohn Kies und Sand GmbH & Co. KG.

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Die Materialien werden auf ein 4.000 Quadratmeter großes Referenzgelände nach Aachen transportiert. Dort bilden sie die Grundlage für neue Lehrmethoden und innovative Bauforschung. Unterdessen entsteht auf dem ehemaligen AOK-Gelände in Hürth ein modernes Gebäude, ein Platz mit Wasserspiel sowie grüne öffentliche Freiflächen mit hochwertiger Ausstattung.

Das Projekt Lebensader Lux bringt frische öffentliche Bereiche ins Hürther Stadtzentrum. Die wiederverwendeten Materialien aus dem AOK-Gebäude leisten zudem einen Beitrag zur laufenden Forschung im nachhaltigen Bauen. Beide Initiativen unterstreichen das Engagement für städtische Erneuerung und Ressourceneffizienz.

Quelle