26 April 2026, 20:05

Grüner Stahl aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ durch Wasserstoff-Technologie

Ein schlankes, modernes Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug mit einem glänzenden schwarzen Finish, das mit seinen Komponenten einschließlich der Batterie und des Kraftstofftanks beschriftet ist, vor einem hellgelben Hintergrund.

Grüner Stahl aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ durch Wasserstoff-Technologie

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlherstellung um 90 Prozent zu senken. Bei Genehmigung würde das Projekt einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Eisenproduktion darstellen.

Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase; die endgültige Freigabe hängt von einer Investitionsentscheidung ab. PGS plant den Bau einer Elektrolyseuranlage mit standardisierten 20-MW-scalum®-Modulen von Thyssenkrupp Nucera. Die Anlage soll eine Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt erreichen und die Produktion von grünem Wasserstoff für die Stahlherstellung ermöglichen.

Bis 2029 strebt PGS eine jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grünen Eisenerzpellets an. Die ersten Exporte sind für dasselbe Jahr vorgesehen. Langfristig soll die Kapazität auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets sowie zehn Millionen Tonnen grünes heißbrikettiertes Eisen (HBI, Hot-Briquetted Iron) pro Jahr ausgebaut werden.

Thyssenkrupp Nucera verhandelt derzeit einen EPF-Vertrag (Engineering, Procurement, Fabrication) mit PGS für die Projektrealisierung. Das Unternehmen erwartet jedoch keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen aus diesem Geschäft vor dem Geschäftsjahr 2026/27. Mit diesem australischen Auftrag übersteigt das globale Portfolio von Thyssenkrupp Nucera nun drei Gigawatt Elektrolyseurkapazität.

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Das Mid-West Green Iron-Projekt könnte die Stahlproduktion revolutionieren, indem es die Emissionen drastisch reduziert. Bei Umsetzung wird es auf die Technologie von Thyssenkrupp Nucera setzen, um grüner Wasserstoff für die großindustrielle Herstellung von Eisenerzpellets bereitzustellen. Die ersten Lieferungen sind für 2029 geplant, weitere Ausbaustufen sollen in späteren Phasen folgen.

Quelle