Guadalajara-Filmfestival endet mit Rekordpreisen und chilenischem Kino im Fokus
Charlotte KrügerGuadalajara-Filmfestival endet mit Rekordpreisen und chilenischem Kino im Fokus
Das 41. Filmfestival von Guadalajara endet mit Preisträgern und Branchen-Highlights
Das 41. Filmfestival von Guadalajara ging am 25. April nach neun Tagen voller Vorführungen, Preisverleihungen und Branchenveranstaltungen zu Ende. Die diesjährige Ausgabe ehrte das chilenische Kino als Ehrengastland und begrüßte fast 100 Vertreter:innen aus dem südamerikanischen Land. Prominente Filmschaffende wie Pablo Larraín, Sebastián Lelio und Maite Alberdi nahmen an den Feierlichkeiten und Diskussionsrunden des Festivals teil.
Juan Pablo Sallatos Roter Hangar (Red Hangar) dominierte den iberoamerikanischen Wettbewerb und räumte in seiner Kategorie sämtliche Auszeichnungen ab. Hauptdarsteller Nicolás Zárate teilte sich zudem den Preis für die beste schauspielerische Leistung mit María Magdalena Sanizo, die für ihre Rolle in Die Tochter des Kondors (The Condor Daughter) geehrt wurde.
Im Premio-Mezcal-Wettbewerb ging Querida Fátima mit drei Hauptpreisen als großer Gewinner hervor: Bester Film, Beste Regie sowie der Publikumspreis. Das Genredrama Der Flüsterer (The Whisperer) sicherte sich unterdessen zwei bedeutende Auszeichnungen beim 22. Koproduktionstreffen.
Die kolumbianisch-französische Koproduktion Name und Nachname (Name and Surname) erhielt den höchsten Dotierungspreis des Festivals – eine Förderung in Höhe von 350.000 US-Dollar von BDC Prods. Ein weiterer Höhepunkt war die argentinisch-spanische Koproduktion Armer Daniel (Poor Daniel), die bei Guadalajara Construye fünf Auszeichnungen einheimste.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem besondere Ehrungen verliehen: Darren Aronofsky erhielt den Internationalen Tribute-Preis, während Elena Vilardell für ihr langjähriges Engagement bei der Förderung der Zusammenarbeit in der iberoamerikanischen Filmbranche gewürdigt wurde.
Das Festival schloss mit einem starken Fokus auf iberoamerikanische Talente und grenzüberschreitende Partnerschaften. Preisträgerfilme wie Roter Hangar und Querida Fátima dürfen sich nun über gesteigerte Branchenaufmerksamkeit freuen, während die finanziellen Auszeichnungen zukünftige Produktionen unterstützen. Chiles herausragende Rolle als Ehrengastland festigte zudem die regionalen Bindungen des Festivals.






