Großrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung in Nagelstudios und Gastronomie aufgedeckt
Charlotte KrügerGroßrazzia in NRW: Illegale Beschäftigung in Nagelstudios und Gastronomie aufgedeckt
Behörden in Nordrhein-Westfalen haben Ende Januar eine groß angelegte Kontrolle durchgeführt, um illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Bei der Aktion in Goch und Emmerich am Rhein wurden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht aufgedeckt. Sechs ausländische Arbeitnehmer:innen wurden ohne die erforderlichen Genehmigungen zum Leben oder Arbeiten in Deutschland angetroffen.
Am 28. Januar 2025 führte ein gemeinsames Team des Finanzkontrolldienstes Schwarzarbeit (FKS), der Kreispolizeibehörde Kleve und des örtlichen Ausländeramts unangekündigte Kontrollen durch. Im Fokus standen Nagelstudios und Gastronomiebetriebe, die im Verdacht standen, gegen Vorschriften zu verstoßen. Die Ermittler:innen prüften die Einhaltung der Sozialversicherungspflicht, die Zahlung des Mindestlohns sowie den rechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen.
Während der Aktion wurden sechs Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren entdeckt, die ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beschäftigt waren. Mittlerweile wurden Strafverfahren sowohl gegen die Beschäftigten als auch gegen ihre Arbeitgeber eingeleitet. Die Vorwürfe umfassen illegalen Aufenthalt sowie Beihilfe und Anstiftung zu unerlaubter Beschäftigung.
Das Ausländeramt des Kreises Kleve wird nun über weitere aufenthaltsrechtliche Maßnahmen für die Betroffenen entscheiden.
Die Kontrollen brachten schwerwiegende Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen in der Region ans Licht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, darunter mögliche Strafen wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Weitere Schritte werden auf Basis der Prüfung durch das Ausländeramt folgen.






