Großrazzia in Bars und Kneipen: Zoll deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug auf
Charlotte KrügerGroßrazzia in Bars und Kneipen: Zoll deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug auf
Am 6. Dezember 2024 fand in mehreren deutschen Städten eine großangelegte Kontrollaktion statt. Die Leitung übernahm das Hauptzollamt Düsseldorf, an der 92 Zollbeamte und 138 Mitarbeiter anderer Behörden beteiligt waren. Vor allem Gaststätten wie Bars und Kneipen wurden auf Verstöße gegen Arbeitsrecht und illegale Aktivitäten überprüft.
Im Fokus der Kontrollen standen die korrekte Anmeldung von Beschäftigten, Sozialleistungen, Arbeitserlaubnisse sowie die Einhaltung des Mindestlohns. Die Prüfer suchten zudem nach Anzeichen für ausbeuterische Arbeitsbedingungen und nicht versteuerte Waren. Bei den Überprüfungen wurden unversteuerte Tabakerzeugnisse beschlagnahmt, und es kamen zahlreiche Unregelmäßigkeiten ans Licht.
Zu den mutmaßlichen Verstößen zählten Sozialabgabenhinterziehung, Lohnunterschreitung, illegale Beschäftigung und Leistungsbetrug. Einige Betriebe hatten ihre Meldepflichten nicht erfüllt. Zudem sammelten die Behörden behördenübergreifend Erkenntnisse über mögliche Clan-Kriminalität und illegale Strukturen.
Die Ergebnisse wurden an die zuständigen Stellen weitergeleitet, um weitere Maßnahmen in deren Zuständigkeitsbereich einzuleiten. Allerdings warnten die Verantwortlichen, dass die Auswertung von Auffälligkeiten im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität Zeit in Anspruch nehmen werde.
Das Zollamt plant, solche gemeinsamen Kontrollaktionen künftig auszuweiten und zu wiederholen. Die Operation unterstrich die anhaltenden Probleme mit Arbeitsausbeutung und Schwarzarbeit. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob die festgestellten Unregelmäßigkeiten mit größeren kriminellen Netzwerken in Verbindung stehen.






