Gehaltsstreit im Solinger Klinikum: BfS wirft CDU, FDP und SPD Intransparenz vor
Charlotte KrügerGehaltsstreit im Solinger Klinikum: BfS wirft CDU, FDP und SPD Intransparenz vor
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat eine Entscheidung von CDU, FDP und SPD scharf kritisiert, Gehaltsverhandlungen hinter verschlossenen Türen zu führen. Die Partei betont, dass ein Thema von solcher Tragweite eine offene und öffentliche Debatte erfordere.
Erst kürzlich hatten CDU, FDP und SPD die Gespräche über die Bezahlung von Krankenhauspersonal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Dieser Schritt überträgt die Verantwortung de facto an die BfS und die Grünen. Jan Salewski von der BfS unterstrich, dass Entscheidungen dieses Ausmaßes in transparenter Diskussion getroffen werden müssten.
Die BfS lehnt den Ansatz ab, Fachkräfte durch die Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des Städtischen Klinikums Solingen halten oder gewinnen zu wollen. Martin Bender, Vertreter der BfS, warnte, dass die Vorgehensweise des Krankenhauses zu prekären Arbeits- und Lebensbedingungen führen werde. Die Partei argumentiert zudem, das Klinikum verlasse zwar nicht die Tarifbindung, führe aber ein deutlich schlechteres Entgeltmodell ein.
Damit können die Vertreter von CDU, FDP und SPD nicht länger behaupten, die Interessen der Beschäftigten in dieser Frage zu vertreten. Die BfS verurteilte die Entscheidung und erklärte, dass Krankenhausmitarbeiter in Deutschland ohnehin schon ein Gehalt erhielten, das ihre tatsächliche Leistung nicht widerspiegle.
Durch den Schritt wurde die Verantwortung auf die BfS und die Grünen verlagert. Für das Krankenhauspersonal könnten sich die Arbeitsbedingungen unter dem neuen Modell weiter verschlechtern. Die BfS setzt sich weiterhin für eine öffentliche Rechenschaftspflicht im Entscheidungsprozess ein.
