Gedenkmarsch in Munster ehrt die Gefallenen von Kunduz nach 14 Jahren Einsatz
Lea KochGedenkmarsch in Munster ehrt die Gefallenen von Kunduz nach 14 Jahren Einsatz
Gedenkmarsch in Munster für die Gefallenen von Kunduz
Am Samstag fand in Munster ein Gedenkmarsch statt, um der deutschen Soldaten zu gedenken, die am 2. April 2010 in Kunduz im Einsatz waren. Die als 14K3-Marsch bekannte Veranstaltung erinnert an das 14-jährige Engagement in Afghanistan und die drei Soldaten, die dabei ihr Leben verloren. Seit seiner Erstauflage im Jahr 2020 hat sich der Marsch, organisiert von Hauptfeldwebel Friedrich Grahl, zu einer bundesweiten Gedenkveranstaltung entwickelt.
Der Einsatz in Kunduz gilt als der verlustreichste in der Geschichte der deutschen Bundeswehr. 2010 wurden bei einer Operation gegen die Taliban drei Soldaten getötet und acht weitere verletzt. Der Name des Marsches – 14K3 – steht symbolisch für diese Ereignisse: Die 14 für die Jahre seit Beginn der Mission, das K für Kunduz und die 3 für die gefallenen Kameraden.
An der diesjährigen Veranstaltung in Munster nahmen etwa 30 Personen teil, darunter auch Zivilisten wie eine Familie, die seit 2021 regelmäßig mitläuft. Einige Teilnehmer kritisierten die Stadtverwaltung, der sie vorwerfen, den Marsch behindert zu haben – etwa durch das Verbot, durch die Fußgängerzone oder am Rathaus vorbeizuziehen. Auch eine Schweigeminute vor dem Rathaus fand nicht statt.
Grahl, der Initiator des Marsches, hofft auf mehr öffentliche und politische Anerkennung für die Soldaten und ihre Angehörigen. Zudem strebt er eine größere Beteiligung an: In den kommenden Jahren soll die Zahl der Teilnehmer auf das Zehnfache steigen.
Der 14K3-Marsch bleibt eine wichtige Veranstaltung, um der Einsatzkräfte von Kunduz zu gedenken und an ihre Opfer zu erinnern. Mit dem Ziel, die Reichweite zu vergrößern, wollen die Organisatoren mehr Menschen für die Bedeutung der Mission sensibilisieren. Jahr für Jahr bleibt der Marsch ein zentraler Moment des Gedenkens.






