10 June 2026, 00:30

Fraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit additiver Fertigung und Wasserstoffantrieben

Towards Green Aviation with 3D Printing

Fraunhofer ILT revolutioniert Luft- und Raumfahrt mit additiver Fertigung und Wasserstoffantrieben

Neue Fortschritte in der additiven Fertigung könnten die Luft- und Raumfahrttechnik revolutionieren. Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen entwickeln bahnbrechende Verfahren, um leichtere, stabilere und nachhaltigere Komponenten für Raketen und Flugzeuge herzustellen. Diese Innovationen passen zu den umfassenderen Bestrebungen der EU, Emissionen zu senken und die Effizienz in der Raumfahrt- und Luftfahrtindustrie zu steigern.

Das Fraunhofer ILT verfeinert dabei zwei zentrale additive Fertigungsverfahren: Laser-Pulverbettfusion (LPBF) und Laserauftragschweißen (LMD). Mit LPBF lassen sich komplexe, hochfeste und gleichzeitig leichte Bauteile für Flugzeuge herstellen. Moderne Sensoren erkennen während der Produktion nun selbst kleinste Fehler ab 0,4 Millimetern – das reduziert den Aufwand für aufwendige Nachkontrollen deutlich.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Institut ist zudem am EU-Projekt ENLIGHTEN beteiligt, einer Initiative zur Entwicklung umweltfreundlicher Raketentriebwerke. Diese sollen mit Biomethan und grünem Wasserstoff betrieben werden und so die Emissionen deutlich verringern. Ökobilanzen bestätigen, dass die additive Fertigung einen weitaus geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt als herkömmliche Herstellungsmethoden.

Doch nicht nur in der Raumfahrt setzt das Fraunhofer ILT Maßstäbe: Im Rahmen der TIRIKA-Initiative wird Wasserstoff als emissionsfreier Treibstoff für die Luftfahrt erforscht. Speziell entwickelte Metallpulver, die den Anforderungen von Wasserstoffantrieben standhalten, entstehen in den eigenen Laboren. Parallel arbeitet die EU an einem umfassenden Weltraumgesetz (EUSL), um die langfristige Nachhaltigkeit von Weltraumaktivitäten zu sichern.

Diese Vorhaben unterstützen das Ziel der Europäischen Kommission: eine Reduzierung der CO₂-Emissionen im Luftverkehr um 60 Prozent bis 2050 im Vergleich zu 1990. Die Kombination aus fortschrittlicher Fertigungstechnik, Wasserstoffantrieben und strengeren Nachhaltigkeitsvorgaben markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Luft- und Raumfahrt. Die Innovationen des Fraunhofer ILT in den Bereichen LPBF und LMD könnten bald zu leichteren, umweltfreundlicheren Flugzeugen und Raketen führen. Angesichts des EU-Drucks für sauberere Luft- und Raumfahrt werden diese Entwicklungen eine entscheidende Rolle spielen, um künftige Klimaziele zu erreichen.

Quelle