03 May 2026, 18:07

Forschungsprojekt POTUS sucht nachhaltige Lösungen für den städtischen Güterverkehr

Güterzug fährt auf Schienen neben einer Stadtlandschaft mit Strommasten, Kabeln, Gebäuden, Bäumen, Gras und einem bewölkten Himmel.

Forschungsprojekt POTUS sucht nachhaltige Lösungen für den städtischen Güterverkehr

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie Städte den Güterverkehr in Wohnvierteln besser steuern können. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal konzentriert sich die Studie auf lokale Lieferketten und Nahverkehrslogistik. Das Team sucht nach Wegen, um den städtischen Gütertransport nachhaltiger und effizienter zu gestalten.

Das Projekt mit dem Namen POTUS wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität koordiniert. Die Forscher analysieren, wie die Besonderheiten einzelner Stadtteile die Nachfrage nach Lieferungen beeinflussen – insbesondere in Gebieten, die nach dem Konzept der „15-Minuten-Stadt“ gestaltet sind. Dieser Ansatz sorgt dafür, dass wichtige Dienstleistungen innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar sind und so die Abhängigkeit von langfristigem Transport verringert wird.

Am Projekt beteiligen sich Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden. Gemeinsam werten sie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern aus, um zu ermitteln, wo und warum es zu Spitzenbelastungen im Güterverkehr kommt. Allerdings erschweren erhebliche Lücken in den vorhandenen Daten eine zielgenaue Planung, sodass regelmäßige Erhebungen notwendig sind, um neue Strategien zu entwickeln.

Mit einer Förderung von rund 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Quellen zielt das Projekt darauf ab, Städten konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben. Das Ziel ist es, Stadtplanern bei der Gestaltung praxistauglicher und umweltfreundlicher Logistiksysteme zu unterstützen.

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Die Ergebnisse sollen Städten helfen, den Güterverkehr effizienter zu bewältigen. Durch die Schließung von Datenlücken und ein besseres Verständnis der lokalen Nachfrage strebt das Projekt nachhaltige Lösungen für die urbane Logistik an. Die Empfehlungen könnten künftige Verkehrspolitik in ganz Europa prägen.

Quelle