Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger und rohstoffunabhängiger machen
Charlotte KrügerForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger und rohstoffunabhängiger machen
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum soll die Nachhaltigkeit im Wasserstoffsektor vorantreiben. Die Initiative mit dem Titel "Kreislaufwirtschaft für PEM-Elektrolyseure" (CircuPEM) erhielt Anfang Januar eine Förderung. Im Mittelpunkt steht die effizientere Produktion von grünem Wasserstoff sowie die Verringerung der Abhängigkeit von knappen Rohstoffen.
Das Projekt konzentriert sich auf Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure), eine Schlüsseltechnologie für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Gefördert wird es aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Wettbewerbs "GreenEconomy.IN.NRW" mit rund 2,9 Millionen Euro. Die Mittel fließen in eine dreijährige Forschungsarbeit.
Wissenschaftler:innen des Heinz-Nixdorf-Instituts (HNI) der Universität Paderborn werden zunächst die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette analysieren. Ihre Untersuchung soll zentrale Anforderungen an ein kreislauffähiges Design von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen aufzeigen. Anschließend entwickelt das Team verschiedene Geschäftsansätze, prüft deren Praxistauglichkeit und wirtschaftliches Potenzial.
An dem Vorhaben beteiligen sich mehrere Partner, darunter das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Gemeinsam wollen sie ein Konzept erarbeiten, um kritische Materialien bestmöglich wiederzuverwenden und PEM-Elektrolyseure in eine Kreislaufwirtschaft zu integrieren. Zudem sind handlungsorientierte Empfehlungen und Pilotprojekte geplant, um die Erkenntnisse unter realen Bedingungen zu testen.
Das CircuPEM-Projekt zielt darauf ab, die Wasserstoffbranche durch mehr Nachhaltigkeit und eine geringere Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen zu transformieren. Mit 2,9 Millionen Euro Förderung und einer Laufzeit von drei Jahren werden praktische Lösungen für die Einbindung in die Kreislaufwirtschaft erforscht. Die Ergebnisse könnten die Produktion und das Management von grünem Wasserstoff langfristig prägen.






