Forscher entschlüsseln Mechanismus: Wie GSDMD-Poren Entzündungen steuern
Charlotte KrügerForscher entschlüsseln Mechanismus: Wie GSDMD-Poren Entzündungen steuern
Ein internationales Forschungsteam hat aufgeklärt, wie das Protein GSDMD Poren in Zellmembranen bildet. Die Studie wurde vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn geleitet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über Entzündungsprozesse, die durch diesen Mechanismus gesteuert werden.
GSDMD spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungen, indem es Poren in Zellmembranen erzeugt. Dies geschieht, sobald ein hemmender Abschnitt des Proteins entfernt wird und es dadurch aktiviert wird. Im aktiven Zustand lagert sich die N-terminale Domäne von GSDMD in die Membran ein und beginnt sich zu gruppieren, wodurch Poren entstehen.
Das Team identifizierte sechs Nanobodies, die gezielt gegen GSDMD wirken. Zwei davon wurden in menschliche Makrophagen eingebracht. Die Nanobodies funktionieren, indem sie die Gruppierung der N-terminalen Domäne von GSDMD blockieren und so die Porenbildung verhindern. Selbst wenn sie von außen als gereinigte Proteine zugegeben wurden, verringerten sie das Absterben der Zellen und die Freisetzung von Zytokinen in den Makrophagen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem UKB, der Universität Bonn und weiteren internationalen Einrichtungen machte die Forschung möglich. Die Finanzierung erfolgte über verschiedene Programme der DFG.
Die Forscher sind überzeugt, dass ihre Arbeit eine klare Methode aufzeigt, wie diese Nanobodies bei Krankheiten eingesetzt werden können, die mit Porenbildung und Pyroptose zusammenhängen. Ihre Erkenntnisse könnten den Weg für neue Therapien bei entzündlichen Erkrankungen ebnen, die durch übermäßige Entzündungsreaktionen verursacht werden. Die Studie unterstreicht das Potenzial von Nanobodies, um GSDMD-vermittelte Signalwege gezielt zu beeinflussen.






