Fasana in Euskirchen kämpft nach Insolvenz um sein Überleben und 100-jähriges Erbe
Charlotte KrügerFasana in Euskirchen kämpft nach Insolvenz um sein Überleben und 100-jähriges Erbe
Fasana, ein traditionsreicher Herstellungsbetrieb für Tissue-Produkte in Euskirchen, steht nach vier Monaten Insolvenzverfahren vor einer ungewissen Zukunft. Das seit über einem Jahrhundert tätige Unternehmen könnte nun gezwungen sein, seine Tore für immer zu schließen, falls keine Einigung mit dem Grundstückseigentümer zustande kommt.
Die Probleme begannen bereits zu Jahresbeginn, als hohe Energiekosten und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld das Unternehmen unter Druck setzten. Ein Cyberangriff Anfang Juni trieb Fasana schließlich in die Insolvenz und verschärfte die finanzielle Krise weiter.
Zwei große internationale Konzerne hatten zunächst Interesse an einer Übernahme signalisiert. Die Verhandlungen scheiterten jedoch, nachdem der Eigentümer des Grundstücks einen Preis forderte, der das Dreifache der eigenen Bewertung Fasanas betrug. Da dem Unternehmen weder das Gelände noch die Gebäude gehören, platzte der Deal.
Geschäftsführer Karsten Beisert führt nun Gespräche mit der Stadt Euskirchen, um mögliche Lösungswege zu erkunden. Unterdessen warten die Mitarbeiter auf Klarheit über ihre Zukunft – eine Betriebsversammlung soll ihre Fragen und Sorgen aufgreifen.
Ohne eine Lösung im Streit um das Grundstück droht Fasana nach mehr als 100 Jahren Betrieb die Schließung. Die Entscheidung wird nicht nur über das Schicksal der Belegschaft, sondern auch über das Erbe des Unternehmens in Euskirchen entscheiden.






