20 June 2026, 04:03

Falsche Zahlen beim Dresdner CSD: Warum 250.000 Besucher eine Falschmeldung sind

CSD Dresden: Video nutzt Falschinformation über Teilnehmerzahlen

Falsche Zahlen beim Dresdner CSD: Warum 250.000 Besucher eine Falschmeldung sind

Ein online kursierendes Video hat eine Debatte über die Besucherzahlen beim Dresdner Christopher Street Day (CSD) ausgelöst. In sozialen Medien wurde behauptet, 250.000 Menschen hätten teilgenommen – doch die Aufnahmen zeigen am 5. Juni nur eine kleine Gruppe. Offizielle Stellen und die Stadt Dresden widersprechen solchen hohen Zahlen für die diesjährige Veranstaltung.

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Der CSD in Dresden erstreckte sich über drei Tage, wobei die Hauptkundgebung für den 6. Juni geplant war. Kleinere Veranstaltungen am 4. und 5. Juni wurden kurzfristig organisiert, nachdem es einen Rechtsstreit mit der sächsischen Landesdirektion gegeben hatte. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht entschied später, dass der gesamte CSD als Versammlung zu werten sei, und bestätigte damit das Versammlungsrecht.

Ein weit verbreitetes Video zeigt einen einzelnen Paradewagen mit wenigen Personen, die am Abend des 5. Juni auf den Altmarkt einbiegen. Diese Aufnahmen spiegeln jedoch nicht die Hauptveranstaltung am 6. Juni wider, bei der deutlich mehr Wagen und Teilnehmer vertreten waren. Medien wie MDR und die Sächsische Zeitung berichteten unter Berufung auf Polizei und Veranstalter von „tausenden“ Besuchern.

Weder die Stadt Dresden noch eine offizielle Quelle bestätigten die Zahl von 250.000 Teilnehmern. Stadt und Polizei betonten ausdrücklich, dass sie eine solche Zahl für die diesjährige Veranstaltung nie genannt hätten.

Das fragliche Video zeigt eine kleinere Kundgebung, nicht den Hauptumzug. Offizielle Schätzungen gehen von einer Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich aus – weit entfernt von den online verbreiteten 250.000. Stadt und Polizei haben ihre Position klargestellt, und es gibt keine Belege für die höhere Angabe.

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