Ex-DB-Chef Grube auf Gleisen: Foto löst Sicherheitsdebatte aus
Ein Pressebild, das den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, in einem Gleisbereich zeigt, sorgt für Aufsehen. Die Aufnahme, die 2014 entstanden ist, hat auf sozialen Medien Kritik von Eisenbahnmitarbeitenden ausgelöst. Im Mittelpunkt stehen Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsvorschriften und der Botschaft, die das Foto in Bezug auf den Zugang zu Gleisanlagen vermittelt.
Das Bild wurde im Juni 2014 bei einer Presseveranstaltung in der Nähe von Ratingen aufgenommen. Grube und der damalige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, begutachteten dort Sturmschäden an einer Bahnstrecke. Ein Fotograf der Bildagentur Picture Alliance hielt die Szene mit Grubes Einverständnis fest.
Die Deutsche Bahn hat die Problematik eingeräumt. Das Unternehmen bewertet die Veröffentlichung des Fotos als bedenklich und kündigte an, die Mitarbeiter der Pressestelle erneut über Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften zu unterweisen. Nach den geltenden Regelungen ist der Zugang zu Gleisanlagen nur unter strengen Auflagen gestattet, wie sie in § 62 Abs. 2 EBO und § 64a EBO festgelegt sind. Vor dem Betreten solcher Bereiche sind umfassende Sicherheitsunterweisungen Pflicht.
Das Foto hat die Debatte über Sicherheit neu entfacht. Eisenbahnmitarbeitende werfen dem Bild vor, es zeige eine leichtsinnige Haltung gegenüber den eigenen Vorschriften der Deutschen Bahn. Unbefugtes Betreten von Gleisanlagen hat in der Vergangenheit bereits zu Verspätungen, Zugausfällen und Gefährdungssituationen geführt – etwa wenn Jugendliche für Selfies auf die Gleise gehen.
Die Deutsche Bahn will den Vorfall nutzen, um die Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter zu verstärken. Das Unternehmen betont, dass der Zugang zu Gleisanlagen stets den gesetzlichen und internen Richtlinien entsprechen muss. Das Foto unterstreicht, wie wichtig die Einhaltung der Vorschriften ist, um Unfälle und Betriebsstörungen zu vermeiden.
